Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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verlohr die Flammenglut; der Sand ſenkte ſich von Himmel nieder, und entſchleierte die Sterne un⸗ nütze Fackeln, die mir nur der Wüſte Unermeßlichkeit beglänzten!

Jede Gränze war verſchwunden, aller Pfade Spur verwiſcht. Landſchaften aus Sand, vom Wind gebildet, boten auf allen Seiten neue Schöpfungen, einen neuen Anblick dar. Von Hunger, von Ermat⸗ tung, von Durſt erſchöpft, vermogte ſeine Laſt nicht mehr mein Roß zu tragen; es legte ſterbend ſich zu meinen Füßen. Des Tages Anbruch vollendete meine Quaal die Sonnenglut raubte mir den Reſt der Kräfte; ich verſuchte ein paar Schritte, doch bald un⸗ fähig, mich weiter fortzuſchleppen, barg ich das Haupt in einem Buſche, und erwartete, nein, ich rief den Tod.

Schon hatte die Sonne die Hälfte ihrer Bahn zurückgelegt, da tönt das Brüllen eines Löwen. Ich erhebe mich mühſam, und ſehe das Schreckensthier über die Sandebne hinſtürmen. Mich faßte der Ge⸗ danke, es eile vielleicht der Löwe einer Auelle zu, den Thieren dieſer Einſamkeit bekannt. Der Macht empfahl ich mich, die Daniel einſt ſchützte, pries Gott, ſtand auf, und folgte in der Fern dem abentheuerlichen Führer. Bald kamen wir zu einem kleinen Thale da ſprudelte, von Moos umgrünt, ein friſcher Waſ⸗ ſerbrunn; ein Dattelbaum ſtieg bei der Quelle in die Lüfte; die reifen Früchte prangten unter den gekrümm⸗ ten Blättern. Die ungehoffte Hülfe gab mir das Le⸗

ben n entfer beim ſtiegen als der pfung von ih ſollte.

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