Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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Einen ganzen Tag durchzogen wir die Ebene. Dann erklimmten wir eine zweite Kette von Gebürgen, wo eine größere, ödere Ebene wir entdeckten.

Es ſank die Nacht hernieder der Mond be glänzte die einſam leere Wüſte: auf ſchattenloſer Oede ſah man nur des Dromedars bewegungsloſen Schatten, und die flatternden Schatten einiger Gazellenheerden. Durch die Stille tönte nur der Eber Brauſen, die welke Wurzeln nagten, und der Geſang der Grille, die ver gebens hier im unwirthbaren Sande ſich nach dem Heerd des Landmanns ſehnt.

Wir brachen vor der Wiederkehr des Tages auf. Die Sonne ſtieg ſtralenlos empor, vergleichbar, von glutenrothem Eiſen, einem Flammenrade. Mit jedem Momente ſtieg die Hitze. Um des Tages dritte Stunde zeigte Unruhe das Dromedar. Die Naſe bohrt' es in den Sand und ſchnaubte mit Gewalt. Von Zeit zu Zeit ſtöhnten des Straußen Trauerlaute hinab in der Erde Schoos eilten Schlangen und Chamaeleone. Mein Führer blickte auf zum Himmel und erbleichte; ich fragt' ihn um die Quelle ſeiner Angſt.

Ich fürchte, ſprach erden Wind aus Sü⸗ den, wir müſſen fliehen.

Gegen Norden das Geſicht gewendet, flog er mit ſeines Dromedares höchſter Schnelle fort: ich folgte ihm ſchneller war, als wir, der Schrackngwind⸗ der uns bedrohte.

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