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„Es hbin voll.
17 Eudoros iſt mein Name, Laſthenes Sohn bin ich. Ich komme von Thalamä her, zum Vater will zurück ich kehren; es überraſchte mich dich Nacht, ich ſchlief
am Rande dieſer Quelle ein.— Doch du, wie weilſt allein du hier?— die Schaam bewahre dir der Him⸗
mel, nach Gottesfurcht die ſchönſte Furcht.“
Dieſes Mannes Worte bewegten tief Kymodokä— ſie fühlte Ehrfurcht mit Liebe, Vertrauen mit Schauern gemiſcht.— Der Worte Ernſt ſchien ganz der reitzen⸗ den Geſtalt des Jünglings zu widerſtreben. Sie wähnte eine neue Menſchengattung zu erblicken,ernſter und edler, als, die ſie ſonſt gekannt. Eudoros Rührung dachte ſie zu mehren, die ihm ihr Loos zu wecken ſchien, „ich bin Homaeros, des unſterblichen Sängers Toch⸗ ter,“ ſprach ſie itzt. 1
„Ich kenne ein ſchönres Buch, als Homers Ge⸗ ſänge“ war des Jünglings Antwort.
Durch dieſer Worte Kürze außer Faſſung, ſagte ſie ſich leiſe ſelbſt:„aus Sparta muß der Jüngling ſeyn“.— Ihre Geſchichte erzälte ſie ihm dann; Laſthenes Sohn erbot ſich, ſie zum Vater zu begleiten— er wanderte vor ihr her. Demodokos Tochter folgte, hörbar war das Säuſeln ihres Athems, ſie zitterte.— Durch Sprechen wollte ſie nun Muth gewinnen; ein paar Worte begann ſie von der heilgen Nyx; des Ere⸗ bos Gattin, Eros und der Hesperiden Mutter. Ihr Führer unterbrach ſie:„ich ſehe nur Geſtirne, die des Allmächtgen Preis verkünden!“
I. Band. 2


