Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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otter/ Fle n in rih⸗

Loge

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Brauſen; ſie eilt in der Najade Schutz, zu harren Eos Wiederkehr.

Ein friſcher Waſſerquell, begränzt von hohen Pap⸗ peln, ſtürzte in großen Wellen ſchäumend vom Fel⸗ ſen hoch herab; auf dieſes Felſens Spitze ſtand den Nymphen ein Altar, wo Gelübde, Opfer der Wan drer ihnen weihte. Eben wollte den Altar Kymodokä umſchlingen, die Gottheit dieſer Quelle bitten wollte ſie, des Vaters Unruh mild zu ſtillen, da gewahrte ſie einen Jüngling, der, hingelehnt am Felſen, ſchlief. Das auf die Bruſt geſenkte Haupt, das auf der lin⸗ ken Schulter ruhte, ſtützte leiſe einer Lanze Schaft; die Hand auf dieſe Lanze achtlos hingeſunken, faßte loſe eines Hundes Koppel, der einem Laut zu lauſchen ſchien. Des Nachtgeſtirnes Stral, durch zweier Cypreſſen Zweige gebrochen ſpielend, beglänzte des Jägers Antlitz ſo malte ein Nachfolger Apelles Endymions Schlummer einſt. Demodokos Toch⸗ ter wähnte würklich, der Jüngling ſei der Wälder⸗ königinn Geliebter des Zephirs leiſe Klage ſchien der Göttinn Seufzer ihr; ein flüchtger Mondenſtral im Hain dünkt ihr der ſcheidenden Artemis weißer Kleidesſaum. Erſchrocken bebend ſürchtet ſie Ge heimniße geſtört; flehend ſinkt ſie auf die Kniee nieder:

Phoibos furchtbare Schweſter, ſchone der un⸗ beſonnenen Jungfrau, laß deinen Pfeil ſie nicht durch⸗ bohren! Nur eine Tochter hat mein Vater,