Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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T

des Scheibe, von der Sterne ſchimmerndem Gefolg umringt; es füllte mit Wonne ſich ſein Herz.

Die junge Prieſterinn der Muſen wallte ſchwei⸗ gend den Bergen entlang. Trunken von Entzücken ſchweiften ihre Blicke zu den Zauberſtellen hin, wo Zeus und Lykurgos Wiege den Alten ſtand; ein ſin⸗

nig Bild, daß Götterdienſt und die Geſetze nur eine

Quelle kennen, daß Hand in Hand ſie gehen ſollen. Des Mädchens Bruſt erfüllten heil'ge Andachtsſchau⸗ er; in jedem Laut, in jedem leiſen Regen ſah, und hörte Wunder ſie. Des Meeres Wogenbrauſen war ihr das dumpfe Brüllen der Löwen Kybeläs, in Oechalias Hain herabgeſtiegen; der Holztaube ein⸗ ſam Girren war ihr der Hörnerton der Artemis, die auf Thurias Höhen jagte.

Sie wandert weiter fort; reitzende Gebilde ver ſcheuchen ihre Furcht, ſie füllen ihre Seele; ſie denkt der alten Sagen von der ſo berühmten Inſel, wo das Licht ſie einſt erblickte; des Labyrinths; der Tänze Cretenſiſcher Mädchen, die noch ſeine Schlangenpfade malen; des ſinnreichen Dädalos; Ikaros des unbeſonne⸗ nen; Idomeneus und ſeines Sohnes; vor allen denkt des unglücklichen Schweſterpaares, Phädras, Ariadnäs ſie. Itzt hat ſie den Weg verlohren, ihr folgt nicht mehr die Pflegerinn; ſie fleht der Haine Götter, die Napajen, die Dryaden an, ſie bleiben ihrem Fle⸗ hen ſtumm da glaubt die fernen Himmliſchen in Mänalos Thälern ſie verſammelt, wo die Arkadier ih⸗ nen feierliche Opfer weihn. Ferne tönt der Woge

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