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ſchnell erſcholl das Gerücht: Neſtor und ſeiner Toch— ter jüngſte, die ſchöne Polikaſtä ſeien in Iras Hain den Jägern erſchienen.
Der Artemis Limnäa Feſt nahte, ſchon ward der gewöhnliche Zug bereitet, der feierlich an Meßeniens und Lakonikas Grenze wallte. Dieſer Zug, die Un⸗ glücksquelle der alten Kriege zwiſchen Lakedaimon und Meßene einſt, lockte itzt nur friedliche Zuſchauer her⸗ bei.— Kymodokeia wählten die Greiſe, der jungen Mädchen Chöre zu führen, die Apollons keuſcher Schweſter Opfergaben ſpenden ſollten.— Kindlich froh entzückte ſie dies ehrenvolle Amt, ſtralte auf den Vater ja ſein Glanz zurück— denn hörte er der Toch⸗ ter Preis, berührte er die von ihr errungnen Kronen, dann ſehnt' er ſich nach anderm Glück, nach anderm Ruhme nicht
Demodokos, den ein Opfer, von einem Frem— den Homäros dargebracht, feſſelte, konnte ſeine Toch⸗ ter nach Limnä nicht geleiten. Sie zog allein mit ih⸗ rer Pflegerinn Eurymeduſa, Alkymedons aus Naxos Tochter hin zum Feſte; doch ruhig war der Greis, denn Achaias Prokonſul war damals bei Cäſar Gale⸗
rius in Rom.— Der Artemis Tempel ſtand im An— geſicht des meßeniſchen Golfs auf einer Spitze des A.
Taygetos, in einem Pinienhaine, wo an den Zwei⸗ gen die Jäger der erlegten wilden Thiere Beute auf⸗ hängten.— Des Tempels Mauern trugen von der Hand der Zeit die Farbe welken Laubs, die Farbe, die der Wandrer heute noch an Roms und Athens Ruinen


