Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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ßeniſche Meer ein ſchimmerndes ſilbernes Band, im Oſten und Norden, begränzten des Taygetos Kette, Lykäas Bergrücken und Elis Gebürge den Blick. Die⸗ ſer, auf dem Erdkreis einz'ge Horizont malte eines Volkes Kriegerleben, Hirtenſitten, Feſte; eines Volks, das ſeines Looſes Trauerſzenen nach der Freuden⸗ feſte Epochen zälte.

Schon waren ſeit des Tempels Weihe, fünfzehn Jahre hingeſchwunden; einſam ruhig lebte Demodo kos an Homäros Altare. Seine Tochter Kymodo⸗ keia blühte unter ſeinen Blicken auf, dem Olivenſpröß⸗ ling gleich, den, an einer Quelle Rand, mit lieben⸗ der Sorge der Gärtner erzieht; dem Erd' und Him⸗ mel liebend lächlen. Nichts hätte Demodokos Wonne getrübt, wenn er der Tochter den Gemahl gefunden, der ſie zum Prunkpallaſte heimgeführt, und dort mit zarter Innigkeit geliebt; es wagte keiner ihre Hand zu bitten, denn, Hierokles, Achaias Prokon⸗ ſul, Galerius Günſtling glühte von Liebe zu Kymodo⸗ keia, ſo wollte es ihr Unglücksloos. Zur Gattinn heiſcht' er ſie doch bat das meßeniſche Mädchen den Vater, ſie dem verruchten Römer nicht zu opfern, bei deſſen Blicken ſchon ſie bang erbebte. Demodo kos erhörte gern der Tochter Flehen, er mogte Ky modokeias Loos den Händen des Barbaren nicht ver⸗ trauen, auf dem der Greuelthaten Argwohn ruhte, und deſſen Grauſamkeit die erſte Gattinn ſchon in's Grab geſtürzt. Die Weigerung hatte tief des Pro⸗ conſuls Stolz verwundet; doch höher flammte ſeiner

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