Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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ne war er erbaut auf Ithomes Berg, der einſam frei, gleich einer Urne von Azur, in Meßeniens Gefilden ſich erhebt. Des Tempels Grundfeſten, ſo heiſchte des Orakels Spruch, ſollte man an jener Stelle graben, wo Ariſtomänäs einſt die eherne Urne barg, auf der das Schickſal ſeines Vaterlandes ruhte. In wei⸗ te Fernen über die Gefilde hin ſchweifte von hier der Blick, wo Hügel da und dort ſich heben, wo die Cy preße ſtolz das Haupt zum Himmel ſtreckt; Gefilde, wo des Amphitos, des Pamiſos, des Balyra Fluten ſtrömen, in den der blinde Thamyris die Lyra ſinken ließ. Roſenlorbeern und Haeräs Lieblingsgebüſche be⸗ kränzten das Bette des Waldſt

Bäche und Quellen; in Thälern, wo die Silberwelle

roms, die rieſelnden.

verſiegte, ſah man die düftenden Büſche Bäche von Blumen noch ziehn, ſpenden des Schattens erquicken⸗ de Kühle, wo einſt das Silber der Fluten erfriſchte. Städte, Ruinen und Maale der Kunſt ſchmückten, in buntem Wechſel zerſtreut, das ländlich ſchöne Ge⸗ mälde: Andania, Zeuge von Meropäs Thränen, Trikka Asklepios Wiege, Geranea, wo Machaons Urne ſteht, Phaerä, wo dem ſchlauen Ithaker Iphi⸗ tos den Bogen reichte, der Pänelopeias Freier fällte, und Stenyklerus, wo Tyrtäos Lieder ſchallten. Die⸗ ſe reitzenden Gefilde, von des alten Neleus Szepter einſt beherrſcht, ſchienen von Ithomes Gipfel, vom Portikus des Homerstempels herab, ein Korb gefüllt mit lachendem Grün, mehr als 800 Stadien im Um⸗ kreis. Zwiſchen Weſten und Süden ſchlang das me⸗