lden; „ be⸗
ort.
Hriſus heilge türmen
een ſie Wol⸗ allein wuchs m und en nur oimmels er Chri⸗ n; den egen ſie sprobe ron des Götter
5
Tempel dann zerſtört in Staub und Moder ſinken. Muſen, lehret mich die Wege, wie des Menſchen⸗ ſtammes alter Feind der Menſchen Leidenſchaften, vor allen Liebe und Ruhmſucht zu Dienern ſeiner Plane ſchuf. Zeigt voll Unſchuld mir die Jungfrau, zeigt den erhabnen Bußer mir, die am Tage des Triumphes und der Trauer glänzten— unter Götzendienern wähl⸗ te ſie, unter Gläubigen wählte ihn der Himmel, ſie ſollten die Sühnopfer der Chriſten, der Heiden auch ſeyn.
Demodokos war der letzte Sprößling einer der Familien von Homaeriden, die einſt die Inſel Chios bewohnten, und ihren Stamm von Homaeros ablei⸗ teten. Die Eltern hatten ihn, in ſeiner Jugend Blü⸗ tenzeit, mit Epicharis, der Tochter Cleobulos aus Kreta vereint, mit der ſchönſten der jungfräulichen Mädchen, die, auf blumigten Auen am Fuß des Talaeos, Hermäs Lieblingsberges, im flüchtigen Tanze ſchwebten. Er folgte der Gattinn nach Gortynä, von Rhadaman⸗ thys Sohn an Lethäos Ufern, der Platane nah er⸗ baut, die Zeus und Europa's Freuden in ihren Schat⸗
ten hüllte.— Neunmal hatte Selene der Daktylen wilde Hölen beglänzt, da beſuchte Epicharis ihre Heer⸗ den auf Ida.— Hier faßten ſie die Mutterwehen;
in dem geheiligten Haine, wo Platons drei Greiſe, über Geſetzen forſchend, weilten, erblickte die zarte Kymodokeia das Licht: die Augurn verkündeten: De⸗ modokos Tochter werde mit Ruhm die Weisheit be⸗ krönen.


