Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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4 Helikons herab; zerpflücken will ich nicht die blumig ten Gewinde, mit denen du ſelbſt Gräber deckſt; o du der Dichtung heitre Göttinn, die auch den Schmerz, den Tod ſogar nicht in des Ernſts Gewänder hüllt. Herbei der Täuſchung trügeriſche Muſe, herbei zum

Kampfe mit der Wahrheit Göttinn! Einſt ließ in dei

nem Namen man des Leidens herbſten Schmerz ſie dulden; heut feire du beſchämt der Siegerinn Triumph, be⸗ kenne Muſe heut, daß ihr der Leier Preis gebührt.

Neunmal brüteten der Hölle Geiſter Chriſtus Kirche ſchon Verderben; neunmal war das heilge Schiff, das Gefahren nie zerſtören, allen Stürmen ſchon entflohn. Frieden ſchwebte auf der Erde Reichen, Diokletians geübte Hand ſchwang den Szep⸗

ter der Welt. Unter dieſes großen Fürſten Schutze

blühte den Chriſten einer Ruhe Vollgenuß, den ſie zuvor nie kannten. Schon ſtieg des Weihrauchs Wol⸗ ke aus des wahren Gottes Tempeln, nicht mehr allein von dem Altar der Götzen auf; mit jedem Tage wuchs der Gläub'gen Heerde Reichthum, Ruhm und Ehrenſtellen winkten nicht mehr Zeus Verehrern nur allein: es war der Hölle Reich bedroht; des Himmels Siege ſtrebte ſie zu hemmen. Allvater ſah der Chri⸗ ſten Tugend, vom Glück bekrönt, erſchlaffen; den Höllengeiſtern gab er Macht, Verfolgung gegen ſie von neuem anzufachen die letzte Schreckensprobe ſollt' es ſeyn; ſie ſollte auf des Weltalls Thron des Kreuzes Glanz erheben, es ſollten der falſchen Götter

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