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XXIII
pee in Proſe die naͤmliche Meinung angenommen zu ha⸗ ben. Als Telemach erſchien, geſtand man ihm ohne Schwie⸗ rigkeiten den Namen eines Gedichtes zu. Es wurde an⸗ fangs unter dem Titel: Avantures de Télémaque, ousuite du IV Livre de l'Odyssée bekannt. Die Fortſetzung eines Gedichts kann aber doch nichts andres, als ein Gedicht ſeyn. Boileau, der uͤbrigens uͤber Telemach mit einer Haͤrte abſprach, welche die Nachwelt nicht gut geheißen hat, vergleicht ihn der Odyßee und nennt Fenelon einen Dichter.
„Il ya,“ ſagt er,„de l'agrément dans ce livre „et une imitation de l'Odyssée, que j'approuve fort. L'a- „vidité, avec laquelle on le lit, fait bien voir, que, si „ L'on traduisoit Homére en beaux mots, il feroit l'effet, „qu'il doit faire ét qu'il a toujours faitt... Le „Mentor du Télémaque dit de fort bonnes choses, quoi- „qu'un peu hardies, et eufin M. de Cambrai me paroit „beaucoup meilleur pöete que théologien. 1)
„(Es waltet in dem Werke eine Anmuth und eine „Nachahmung der Odyßee, der ich meinen groͤßten Bei⸗ „fall zolle. Die Begierde, mit der man es ließt, liefert „den Beweis, daß Homer, gut uͤberſetzt, die Wirkung „machen wuͤrde, die er machen muß und die er immer „machte Telemachs Mentor ſagt ſehr gute, „obwohl etwas gewagte Sachen, und der Herr von Cam⸗ „bray ſcheint mir ein beßrer Dichter als Theologe.
Achtzehn Monate nach Fenelons Tod nannte Louis de Sacy, einer Ausgabe Telemachs ſeinen Beifall ſchen⸗ kend, dies Werk: un pöeme épique quoiqu'en prose(ein epiſches Gedicht, obgleich in Proſe.) Ramſay nennt es eben ſo.
1) Lettres de Boileau et de Brossette. tom. I. pag⸗ 46.


