Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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XX

Stätten der Geſchichte. Ich ſieng meine Wandrungen bei den Ruinen von Sparta an, und endigte ſie erſt bei Kar⸗ thagos Truͤmmern, indem ich Argos, Korinth, Athen, Conſtantinopel, Jeruſalem und Memphis bereiste. Der Leſer kann daher, beim Durchleſen der Schilderungen, die die Martyrn enthalten, uͤberzeugt ſeyn, daß es aͤhn⸗ liche Gemaͤlde nach der Natur, nicht prunkende, aus der Luft gegriffne Beſchreibungen ſind. Einige derſelben ſind ſelbſt ganz neu: kein Reiſender der neuern Zeiten hat, wenigſtens ſo viel ich weiß, 1) ein Gemaͤlde von Meſſe⸗ nien, von einem Theil Arkadiens, und vom Thal Lako⸗ nikas geliefert. Chandler, Wheler, Spon, le Roy, Herr v. Choiſeul, haben Sparta nicht beſucht; Fauvel und einige Englaͤnder haben in den neuſten Zeiten dieſe beruͤhmte Stadt unterſucht, aber das Reſultat ihrer Ar⸗ beiten noch nicht bekannt gemacht. Auch das Gemaͤlde von Jeruſalem und vom todten Meer iſt getreu. Die Kirche des heiligen Grabs, die via dolorosa ſind, wie ich ſie darſtelle. Die Frucht, die meine Heldinn am Ufer des todten Meers pfluͤckt, deren Exiſtenz man laͤugnete, fin et ſich allenthalben, zwei bis drei Meilen ſuͤdlich von Jericho; der Baum der ſie traͤgt, iſt eine Art Zitronenbaum; ich habe ſelbſt mehrere ſolche Fruͤchte nach Frankreich ge⸗ bracht. 2)

1) Coronelli, Pellegrin, la Guilletiere und mehrere venetianiſchen Schriftſteller haben von Lazedaemon ge⸗ ſprochen, allein ſehr oberflaͤchlich und unbefriedigend. Hr. von Poucqueville trefflich uͤber alles, was er würklich ſah, ſcheint uͤber Miſtra getaͤuſcht worden zu ſeyn; Miſtra iſt nicht Sparta; es liegt zwei Mei⸗ len vom Eurotas, auf einem Ruͤcken des Taygetos. Die Ruinen von Sparta liegen in dem Dorfe Ma

ula.

2) Dieſe Reiſe, welche ich einzig in der Abſicht unter⸗

nahm, die Gegenden zu ſehen und zu ſchildern, in