Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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XVI

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alle zwiſchen dem Ende des dritten und dem Anfang des vierten Jahrhunderts. Um dieſe erhabenen Geſtalten dem Auge des Leſers voruͤberzufuͤhren, ſah ich mich gezwun gen, die Zeiten ein wenig ſich zu naͤhern: indeſſen ſpielen dieſe Perſonen, die in der Erzaͤhlung vorkommen oder

auch nur genannt werden, keine wichtigen Rollen; ſie

ſind rein epiſodiſch, und beinah gar nicht eng mit der Handlung verwebt; ſie ſind nur da, um an ſchoͤne Na⸗ men zu erinnern und edle Erinnrungen wieder aufzu⸗ wecken. Ich glaube, des Leſers Unwillen nicht zu ver⸗ dienen, wenn ich ihn in Rom mit dem heiligen Hiero⸗ nymus und dem heiligen Auguſtin zuſammentreffen laſſe; wenn er ſie, von Jugendfeuer hingeriſſen, in Fehler ver⸗ fallen ſieht, die ſie ſo lang beweinten, und die ſie ſo be redſam ſchilderten. Uebrigens liegen zwiſchen dem Tode Diokletians und Hieronymus Geburt nur acht und zwan⸗ zig Jahre, und auſſerdem habe ich, indem ich Hierony⸗ mus und Auguſtin handeln ließ, hiſtoriſche Sitte getreu gemalt. Die beiden großen Maͤnner ſprechen und han deln, wie ſie, wenige Jahre nachher, an derſelben Stelle und unter aͤhnlichen Verhaͤltniſſen ſprachen und handelten.

Muß ich des Anachronismen Pharamunds und ſeiner Soͤhne hier erwaͤhnen? Man ſieht aus Sidonius Apolli⸗ naris, aus Gregorius von Tours, aus der Fredegarn zugeſchriebenen Epitome regum Francorum und aus Mont⸗ faucons Alterthuͤmern, daß mehrere Pharamunde, mehrere Clodio, mehrere Meroveen exiſtirt haben. Die Franken⸗

khnige von denen ich ſprach, ſeien denn, wenn man es

ſo verlangt, nicht die unter dieſen Namen bekannten, ſon⸗ dern andre Koͤnige, ihre Ahnen.

Ich habe den Schauplatz nach Rom, nicht nach Niko⸗ medien, Diokletians beſtaͤndigen Aufenthalt verlegt. Der Leſer unſrer Zeiten ſtellt ſich einen Roͤmerkaiſer nicht leicht