Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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XV

leur donner des salutaires conseils. II s'efforqoit de mon- trer de la contradiction dans les Ecritures Saàintes, et en paroissoit si bien instruit qu'il sembloit avoir été Chrétien 1).

(Der andere Schriftſteller war unter der Zahl der Richter; einer von denen, die zur Verfolgung gerathen hatten. Man glaubt, es ſeie Hierokles geweſen, in einer kleinen Stadt in Carien geboren, in der Folge Befehlshaber von Alexandrien. Er ſchrieb zwei Buͤcher, die erPhilalethes nannte, das iſtFreund der Wahrheit, und richtete ſeine Worte an die Chriſten ſelbſt, um den Schein zu haben, nicht als wenn er ſie angreifen, ſondern als wenn er ihnen heilſame Rath⸗ ſchlaͤge ertheilen wollte. Er beſtrebte ſich, Widerſpruͤ⸗ che in der heiligen Schrift darzu thun, und zeigte ſich darinn ſo gut unterrichtet, daß es ſchien, als ſeie er ein Chriſt geweſen.)

Ich habe alſo Hierokles nicht verlaͤumdet. Ich achte und ehre wahre Philoſophie. Auch wird man bemerken, daß die Worte Philoſoph und Philoſophie in meinem Werke nirgends angegriffen werden. Jeder Menſch, deſ⸗ ſen Betragen edel, deſſen Geſinnungen groß und erhaben ſind, der durch Niedrigkeiten ſich nie herabwuͤrdigt, der im Grunde ſeines Herzens eine rechtliche Unabhaͤngigkeit bewahrt, ſcheint mir achtungswerth, ſeine Meinungen ſeien, welche ſie immer wollen. Allein die Sophiſten in allen Laͤndern, in allen Zeiten, ſind der Verachtung werth, weil ſie, das Trefflichſte mißbrauchend, dem Abſcheu wei⸗ hen, was am heiligſten die Menſchen achten.

Ich komme nun zu den Anachronismen. Die groͤßten Maͤnner, welche die Kirche erzeugte, erſchienen beinah

1) Hist. Ecclesiast. Liv. VIII, Tom. II. in No.