Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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XVII

anderſt, als in Rom vor: es giebt Dinge, die die Phan taſie nicht zu trennen vermag. Racine hat mit Recht in der Vorrede zur Andromache bemerkt, man koͤnne der Wittwe Hektors nicht wohl einen fremden Sohn geben. Uibrigens mag mich das Beiſpiel Virgils, Fenelons und Voltaires bei denen entſchuldigen und vertreten, die dieſe Achnachronismen tadeln.

Man hatte mich aufgefordert, Noten zu meinem Werke zu liefern: es wuͤrden wirklich wenige Schriften deren mehr empfaͤnglich ſeyn, als dieſe Arbeit. Ich fand in den Schriftſtellern, die ich zu Rathe zog, beinah all⸗ gemein unbekannte Dinge, die ich benuͤtzte. Der Leſer, der die Quellen nicht kennt, koͤnnte dieſe ungewoͤhnlichen Dinge fuͤr Fantaſiegebilde des Verfaſſers nehmen; ein gleiches iſt mir ſchon ruͤckſichtlich des Stoffs der Atala begegnet.

Ein paar Beiſpiele dieſer merkwuͤrdigen Thatſachen.

Frankreich iſt ein wildes, mit Wald bedecktes Land, das jenſeits des Rheins beginnt ꝛc. ꝛc.

Ich ſtuͤtze mich hier auf das Anſehen des heiligen Hie⸗ ronymus im Leben des heiligen Hilarion. Auſſerdem hab ich Peutingers) Karte fuͤr mich, und ich glaube ſelbſt, daß Ammianus Marcellinus dem Land der Franken den Namen Frankreich giebt.

Ich laſſe die beiden Decius im Kampfe gegen die Franken umkommen; dies iſt nicht die allgemeine Mei⸗ nung, allein ich folge der Chronik von Alexandrien 2).

An einer andern Stelle ſpreche ich vom Hafen von Nimes, und nehme ſo fuͤr einen Augenblick die Meinung jener an, die turris magna fuͤr einen Leuchtthurm halten.

1) Peutingeriana tabula itineraria. Viennae 1753. in fol 2) Chronicon Paschale. Parisiis 1688. in fol.

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