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Auf dem ſchwarzen Bahrtuche, vorn im Chore, lag nun der Baumeiſter ausgeſtreckt. Die Farbe des Todes legte ſich über ſein Antlitz; aber kein Schmerz, kein wil⸗ der Kampf zeigte ſich mehr dort. 3 Der Biſchof beugte ſich herab. Da bewegten ſich Leiler's Lippen.„Gottes Urtheil!“ flüſterte er.„Selbſt⸗ rache wird beſtraft— aber die Strafe war gnädig. Da ſie fort war, hatte ich keine höhere Sehnſucht, als ihr nachzufolgen.“ Ein Ausdruck des Friedens und Glau⸗ bens ſchwebte über ſein Weſen; alle Kämpfe waren been⸗ digt, alle Stürme verſtummt. Zum Gebete gefaltet, la⸗ gen die blutigen Hände über der arbeitenden Bruſt.
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Der Biſchof gab einen Wink und die heiligen My⸗ ſterien, in denen ſich bei den Menſchen das Himmliſche — mit dem Irdiſchen vereinigt, wurden herbeigetragen. Eine 8 tiefe, von keinem Laut unterbrochene Stille herrſchte in der Kirche. Aber in den Zügen des Baumeiſters las man einen dankbaren Ausdruck, als der Biſchof nach 4 ine kurzen Vorbereitung ihm das Brod und den Wein reichte. In dem Augenblick, wo die Lippen den Kelch be⸗ r rührten, und das verwundete Haupt wieder in ſeine frü⸗ n here Stellung niederſank, ſchien ein Strahl von der rein⸗ h ſten Seligkeit des Himmels in dem vom Nebel des To⸗ n des umhuͤllten Blicke aufzuleuchten. n„Die Orgel,“ flüſterte er beinahe unverſtändlich. 3 Als die rauſchenden Töne mit geheimnißvollem Klange kt durch die hochgeſchwungenen Mauern ſchallten, die er
aber dann zurück; und als der Pſalm aufhörte, hatte auch der Schlag des Herzens aufgehört, in dem ſo viele er widerſtreitende Stürme gekämpft hatten. Auf den Schwin⸗ gen des Todes und der Töne hatte der Leib ſeinen Frie⸗ ar den gefunden!
28 ſelbſt aufgeführt hatte, da erhob er ſich noch einmal, ſiel .
Als die Lilien zum fünften Male auf den Gräbern 8 des Architekten und ſeiner Geliebten knoſpten, ging einss


