Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1844)
Entstehung
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ſammengeſunken zu ſein, und als er ſich umwandte, um

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ſtopft, und mit Mühe gelang es dem Architekten, ſich bis zur Mitte des Hauptganges vorzuarbeiten; die hei⸗ lige Ceremonie, die Kircheinweihung ſelbſt, war ſchon zu Ende; aber vom Chore her hörte man noch die Stimme des Biſchofs, die in klaren, deutlichen Tönen durch das Tempelgewölbe hallte.

Es wurde dunkel vor Leiler's Blick. Ein kalter Nachtwind blies durch ſein Herz; dennoch arbeitete er ſo lange das Volk zur Rechten und Linken hinweg, bis er endlich ganz nahe am Chore ſtand.

Einen Kopf höher, als die Andern, blickte er über ſie hinweg und ſah eine ſchwarze Bahre; vor dieſer ſtand der Biſchof. Das goldene Kreuz blinkte auf ſeiner Bruſt, und in der Hand hielt er eine ſchwarze eiſerne Schaufel, mit welcher er jenes große bedeutungsvolle Zeichen von der Verwandtſchaft des Menſchen mit der mütterlichen Erde auf den Sarg warf.

Als die Erde dumpf auf die Silberplatte kollerte, ſtarrten die wild rollenden Augen des Architekten auf die Buchſtaben hin; aber der Abſtand war noch zu groß, er konnte ſie nicht leſen. Kein Laut kam über die ſchwarz⸗ blauen Lippen; aber mit Rieſenkraft drückten ſeine Hände die Weſen nieder, die ihm im Wege ſtanden. Da ſah er den Myrthenkranz auf dem Deckel, und las die ein⸗ fache Inſchrift auf der Platte. Sie enthielt nur einen Namen aber dieſer Name war der ſeiner Braut!

Die Trauernden, die zunächſt der Bahre ſtanden, ſahen empor, ſo wie auch der Biſchof; und ein gemein⸗ ſames Gefühl des Entſetzens bemächtigte ſich jeder Seele, als ein Kopf mit blauweißen Wangen, ſchwarzen Lippen und Augen, die geiſterartig aus ihren Höhlen ſtarrten, über die andern hervorkam und mit einer Miene voll wilder verzehrender Qual, mit einem Ausdruck des Lei⸗ dens, wofür die Sprache keine gräßlich genügenden Worte hat, den ſtillen Actus betrachtete.

Aber nur für einige Augenblicke erhob ſich die huhs Geſtalt über die Maſſe. Dann ſchien ſie auf einmal zu⸗