Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1844)
Entstehung
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Mann, mit friſchen, vom Wetter gebräunten und aus⸗ drucksvollen Zügen. Es war der Architekt, der mit dem Scheidungsbrief in der Taſche und mit Freude und Stolz im Herzen kam, um die Einlöſung des Verſprechens zu fordern, das ihm Probſt Frenkmann gegeben hatte nämlich ſeine Braut..

Fahr zu, mein Junge, was Du kannſt, rief er lebhaft dem Kutſcher zu,ſo ſollſt Du ein Trinkgeld über Dein Erwarten erhalten! Sie werden heute die Kirche einweihen, die dort liegt; und ich habe Luſt, bei dem Feſte zugegen zu ſein. Und der Architekt hand⸗ habte die Peitſche und der Junge die Zügel, und ſo ging es wie ein wirbelnder Sturm dahin. Koth und Steine flogen um die Wagenräder und ſpritzten hoch an dem Sitze hinauf; aber Leiler zog nicht einmal den Mantel an ſich; ſeine Gedanken, ſeine ganze Seele waren bei ihr, die er in Kurzem wieder ſehen ſollte. Gerade in der Kirche ſelbſt wollte er Alfhild mit ſeiner Ankunft überraſchen.

Soll ich nach dem Probſthofe fahren? fragte der Junge.Ich kenne den Weg nicht recht dahin, denn ich fahre gewöhnlich nie ſo weit.

Nein, gerade nach der Kirche, mein Junge! Der Architekt riß die Zügel an ſich. Als ſie näher kamen, erhob er ſich im Wagen und betrachtete mit ſtolzer Selbſt⸗ zufriedenheit den ſchönen, in edlem Style aufgeſchoſſenen Tempel mit ſeiner hohen Thurmſpitze.

Gottestod! das iſt ein prachtvoller, herrlicher An⸗ blick! ſagte er laut; aber in gedämpftem Kunſtrichter⸗ Tone murmelte er etwas über das zu ſehr geneigte Dach, büne Arbeit, wobei er nicht die letzte Hand hatte anlegen dürfen.

Der Wagen hielt.Alle Menſchen ſind in der Kirche, ſagte Leiler bei ſich ſelbſt, indem er ausſtieg und mit raſchen Schritten nach dem neuen Kirchhof hin⸗ aufwanderte, der ſich in brüderlicher Eintracht an den andern anſchloß. 8

Der neue Tempel war ganz mit Menſchen vollge