4 ch in die Nacht hinein. Der Probſt vergaß den Gaſt, ver⸗ 6.. gaß Alles. Und der außen Lauſchende hörte die ſchwe⸗ e⸗ ren, grabähnlichen Seufzer, die ſeine Bruſt hervorpreßte. en Der Arzt, nach dem der Major geſchickt hatte, war gekommen und wieder abgereist; auch der Major war er fort. Im Probſthofe lag Alles wie unter einer tödten⸗ e⸗ den Verzauberung; kein Laut, kaum ein Flüſtern wurde gehört; und auf den Zehen ſchlichen Anna und die Kam⸗ l⸗ mer⸗Stine bisweilen nach Alfhild's Thüre, um das Ohr ite an's Schlüſſelloch zu legen. 11 cht Als die Morgendämmerung zwiſchen Purpur und Silber heraufſchimmerte, und die nebligen Wolken vor ar der immer höher ſteigenden Sonne verſchwanden, ging g⸗ es leiſe im Schloſſe, und Onkel Sebaſtian trat in den er⸗ Oehrn hinaus. en„Wie iſt es?“ flüſterte Anna. der Der Greis erwiederte kein Wort; aber die aſch⸗ ich grauen Wangen herab rollten langſam und ſtille zwei en große Waſſertropfen. Er trocknete ſie nicht ab, denn . ſeine Kraft war gebrochen; und wie ein Schatten ver⸗ a⸗ ſchwand er auf der finſtern Treppe, die zu ſeinem Zim⸗ mer führte.
Durch die halbgeſchloſſene Thüre blickte Anna in die Kammer herein. Sie ſah nur ein Stück von dem ſchwarzen Rocke des Probſtes über das weiße Laken auf Alfhild's Bette ausgebreitet, und einen ſchwarzen Arm dicht an ihrer bleichen Stirne hinauf ausgeſtreckt.
„Herr Jeſus!“ ſagte Anna leiſe und drückte heftig Stina's Arm.„Gott ſei uns gnädig!“
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Zweiundzwanzigſtes. Kapitel.
Sonntag den 27. October 1795 rollte ein leichter Reiſewagen auf der Straße nach Groß⸗Hammarby da⸗ hin. In dem Wagen ſaß ein hochgewachſener, kraftvoller
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