Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1844)
Entstehung
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251 ausſah, wie der Vollmond.„Geſchäfte,“ ſagte er lä⸗

V .

nk chelnd. Der Herr Major hat zu befehlen.“ zu„Nein, das laß ich wohl bleiben. Wir beide kön⸗ un nen zwar über die Sache unterhandeln, da die Ent⸗ ch ſcheidung nicht von uns, ſondern von einer dritten ch Perſon abhängt. Kurz und gut, ich habe meiner Leb⸗ du 1 tage die unnöthigen Umſchweife gehaßt, und frage deß⸗ am halb geradezu, ob Sie glauben, daß Ihre Tochter Neigung zu meinem Neffen hat, der ſie liebt, und r⸗ durch mich zum Weibe begehrt?“ 77* Probſt Frenkmann war trotz Mantel und Kragen as ein mehr weltlicher, als geiſtlicher Mann. Die Aus⸗ iſt ſicht, ſeine Tochter als Regentin des Schloſſes zu ſehen, te, ein Glück, das ſich ſchon mehrere Monate lang im e⸗ Stillen in ſeinem Kopfe gewälzt hatte, war allzulockend, die ja beinahe unwiderſtehlich, ſo daß er deßhalb Manches t⸗ überſehen mußte, was unter andern Umſtänden ihm on Veulich mißlich vorgekommen wäre. Aber bei dem be Verhältniſſe, das ihn noch für den Augenblick band, nd war eine Antwort nicht leicht zu finden; denn er fürch⸗ ge, tete nichts ſo ſehr, als einen Anſtrich von Unentſchloſ⸗ ber ſenheit darein zu legen. der Deßhalb hieß die Antwort des Probſten wohlbedacht

alſo:„Der Herr Major hat mich in Wahrheit auf eine en. außerordentliche Art durch dieſen höchſt unerwarteten und

zu für meine Tochter ſo ehrenden Antrag überraſcht, und das meine Freude, meine Erkenntlichkeit ni größer, als ich ern auszudrücken vermag, um ſo mehr, d a der Herr Major . ¹ ſelbſt ſo gnaͤdig war, an mein Haus zu denken.“

ber Der Major rückte in der Sophaecke hin und her. den Die geſchraubten Phraſen des Probſtes kamen ihm vor,

wwie Schneemilch, weßhalb er ihm ohne Komplimente

reu, in’s Wort fiel:„Hier handelt es ſich weniger um Ehre nen und Freude, als um die Annahme des gemachten An⸗

erbietens! Glaubt der Herr Probſt, daß Alfhild Linus haben will? Ich meinerſeits, bin der Meinung, daß die Sache ſehr zweifelhaft ſcheint; aber der Herr Probſt muß als Vater natürlich die Neigung ſeiner Tochter