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bedeutungsvoll, und da ſie bei dieſer Bewegung eine Priſe zur Naſe führte, gingen ein paar Worte wie unwillkühr⸗ lich über ihre Lippen. Ich fing das Wort„Probſthof“ auf, und erfreut, daß unſere Gedanken ſich begegnet hatten, rief ich:„Ja, ja, vor Frau Lindbomss ſcharfen Blicken verbirgt ſich nichtsz wir verſtehen einander, das ſeh ich klar. Laſſen Sie mich dee lhwalle Formalitäten bei Seite legen und offen ſpreaan. Was kann ich wohl bei meiner Lage für meine Liebe hoffen, was anders als ein Leben ohne Troſt und ohne Freude? Wie mein Onkel, der edle Mann, werde auch ich auf dem Dornen⸗ pfade des Kummers einſam und mittellos die kraft⸗ vollſten Jahre meiſier Jugend durchwandern und noch weit unglückliche 7 denn Gott hat mir nicht in ſeiner Güte eiseenee geſchickt, aus deren Standhaftig⸗ keit ich Muth ſchep en könnte, wenn der meinige wankte. Aber ich bin wenigſtens ſo gerecht, um zu geſtehen, daß ich auch kein ſolches Glück verdiente.“
„Die Alte wurde, wie Du Dir denken kannſt, da⸗ durch auf das Zärtlichſte gerührt; ſie trocknete mit dem Zipfel ihrer Schürze eine Thräne hinweg, und ſprach recht fromm:„Gott bewahre den Herrn Lieutenant vor einem ſo ſchweren und bittern Leben, wie das, in wel⸗ chem die Jugend und das Mannesalter des Majors ver⸗ floſſen ſind! Wahr iſt es, Gott ſei Dank! daß ich ihm manche Stunde erleichtert habe; aber die Zeit war
doch lange und mühevoll, und mit Gottes Hilfe wollen
wir hoffen, daß der Herr Lieutenant, der, wie es ſcheint, jetzt ein ganz anderer Menſch, vernünftig und gutden⸗ kend geworden iſt, ein beſſeres Leben haben wird.“ „Ach, beſte Frau Lindbom, wie könnte ich das hof⸗ fen, ohne mich von der Einbildung bethören zu laſſen? — Ein armer Teufel wie ich, mit Schulden bis über die Ohren und ohne andere Ausſicht, als freie Woh⸗ nung im Schuldthurm, o meine Lage iſt verzweifelt und ich bin manchmal auch der Verzweiflung nahe!“ „Ei, das verhüte Gott! Es wird dem Herrn Lieu⸗
tenant nicht ſo ſchlimm gehen! Kommt Zeit, kommt.
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