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freute— nämlich der Lieutenant Linus!„Mein beſter Onkel,“ ſagte er am andern Tage beim Frühſtück,„ſagen Sie mir jetzt vor Allem, welche von den Damen, die ich geſtern das Glück hatte kennen zu lernen, wird meine liebwertheſte Frau Tante? Fräulein T. iſt recht artig, hat einen charmanten Wuchs, aber ſie ſchielt er⸗ bärmlich; und ihre Frau Schweſter, die gnädige Wittwe im ſchwarzen Flortuch, ſah ſo ſchmachtend aus, daß ich ſelbſt am Verſchmachten war, wenn ich nur mit einem Fuße in den Zauberkreis kam, in dem ihr Liebreiz ſeine Macht ausübte. Und Fräulein B., und Fräulein O. und R., und noch viele andere ſind alle...“
„Still um Gotteswillen! bringe mich nicht um das Gehör mit Deinen dummen Poſſen,“ ſagte der Major in einem ungewöhnlich ernſten und verweiſenden Tone. „Wer hier im Hauſe bleiben will, darf kein Wort von der verteufelt dummen Geſchichte erwähnen, die geſtern jeder Frau vor der Naſe hing, welche eine Tochter zu verheirathen hatte.“
Der Lieutenant war zufrieden. Er hieb geſchickt einen Truthuhnflügel ab.„Erlauben Sie mir, Sie zu bedienen, Herr Onkel! Auf meine Ehre, das ſchmeckt beinahe beſſer als—“
„Du Spitzbube!“ ſagte der Major und ſah wieder freundlich und gutmüthig aus, wie er ſtets zu thun pflegte, wenn ihn Niemand erzürnte. gZgwiſchen dem Major und Madame Liſa wurde kein Wort mehr von dem fehlgeſchlagenen Plane geſprochen; und mehrere Tage lang beſtand eine kleine Verſtimmung zwiſchen ihnen. Während dieſer Zeit wußte ſich Lieu⸗ tenant Linus beiden unentbehrlich zu machen, dem Ma⸗ jor durch ſeine Lobſprüche über Liſa's vortreffliche Eigen⸗ ſchaften und ihre vollkommene Uneigennützigkeit in der obgemeldeten Sache, und ihr wieder dadurch, daß er von dem Vertrauen und der Freundſchaft des Majors für Liſa erzählte, wovon jedes Wort und jede Handlung ſprechende Beweiſe ſelen. Und bald wurde wieder Alles
Die Kircheinweihung von Hammarby. II. 15


