Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1844)
Entstehung
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intereſſant vor, um einen jungen Mann feſſeln zu können, der eben von der Hauptſtadt angelangt war. Auch der letzte Verſuch lief nicht gut ab. In einem Zimmer zur Rechten des Prunkgemaches ſtand Madame Liſa und ſervirte den Kaffee. In dieſem Zim⸗ mer machte ſich eine Gnädige nach der andern irgend ein Geſchäft, und konnte einen ſo unübertrefflich guten Kaffee und ein ſo wohl bereitetes Diner, das Seines⸗ gleichen ſuchte, nicht genug preiſen und bewundern. Frau Lindbom's Schultern wurden auf die herablaſ⸗ ſendſte und anmuthigſte Art geklopft; aber da Liſa noch vor Ankunft der Gäſte einen Wink von dem bedeutenden Aerger des Majors bekommen hatte, ihren feinen Plan auf eine ſo wenig angenehme Art verrathen zu ſehen, ſo war auch ſie mürriſch geworden, und ſah jetzt in jeder Artigkeit nur das, was es auch allerdings haupt⸗ ſächlich war, nämlich ein Bemühen, ihre Gunſt zu erlangen. Aber daraus wurde nichts! Madame Liſa war mie unzugänglicher als heute; und Niemand konnte ſich eines freundlichen Wortes ſchmeicheln, als Alfhild, die ihr ſogar beim Kaffee ſerviren helfen durfte, da ſie ſelbſt nicht ſo ſchnell damit fertig wurde, als die lee⸗ ren Taſſen zurückkamen. Mit einem Gefühl des Mißbehagens, das einer getäuſchten Erwartung gleich ſah, ſetzten ſich die ele⸗ ganten Damen wieder in ihre Wagen, und das trockene„Ich danke“ des Majors auf ihre zuckerſüßen Einladungen, erſchien ihnen ſo abſchreckend, daß Jede ſich vollkommen überzeugt hielt, der vielbeſprochene Wahltag ſei nur ein Mährchen geweſen, das irgend ein Spaßvogel erfunden habe. Aus dieſer Urſache ließ es ſich leicht erklären, daß jede Familie, die dem Di⸗ ner in Hammarby beigewohnt hatte, es ſich höchſt an⸗ zelegen ſein ließ, dieſes Geſchwätz zum Schweigen zu ringen, und bald hatte Niemand je ſo etwas Erbärm⸗ liches gehört, als die Geſchichte von dem ſogena Wahltag. Aber Einer war, der ſich im Grund ſeines Herz

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