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Lieutenant H. mit einer etwas unſichern Miene und Haltung vor dem Wirthe des Hauſes.
„Entſchuldigen Sie, mein wertheſter Onkel, daß ich ſo ohne alles Weitere hier auf einige Zeit einfalle; aber es iſt beſſer, wenn ich gleich zum Voraus geſtehe,
daß ich einen längern Beſuch machen will. Die Sache
iſt in Kürze die, daß, als ſich das Gerücht von der
beabſichtigten Heirath des Onkels nach der Hauptſtadt
verbreitete, meine Gläubiger von einer wahren Raub⸗ gier ergriffen wurden; und ich habe mir nun,— da man ſtets ſchuldig iſt, ſein eigenes Weſen zu wahren,— um nicht verſchlungen zu werden, die Freiheit genommen, den Onkel mit einem Beſuch in Hammarby zu über⸗ raſchen. Es ſcheint hier Platz genug auch für den theuren Neffen des Herrn Onkels zu ſein.“
In dem Tone des Lieutenants lag eine Miſchung von Bitte und eigenmächtigem Trotz, eine Art verzwei⸗ felter Unverſchämtheit, über die ſich zu ärgern, der Major zu gutmüthig war. Freundlich erwiederte er:„Du biſt
wilkkommen, Linus; aber ſtelle Dich beſſer mit Madame Liſa— oder mit Frau Lindbom, wie ſie hier im Schloſſe
genannt wird— als Du früher gethan haſt; ſonſt wird Dein Aufenthalt nicht ſo angenehm und viel⸗ keicht auch nicht ſo lang ausfallen, als Du gerechnet haſt.“
Ach herzensgeliebter Onkel,“ antwortete der leicht⸗ ſinnige, in die Vorhöfe des Himmels beförderte Lieutenant, indem er dem Major kräftig die Hand ſchüttelte;„Ihre Güte kann ſich nur mit meiner Dankbarkeit meſſen; und wenn es dem Onkel beliebt, mir ſelbſt einen Wink über
den rechten Weg zu geben, ſo werde ich zeigen, daß ich
der gelehrigſte junge Mann bin, der je als hoffnungs⸗
loſer Prätendent eines Majoratserben auftrat. Wo be⸗
fiehlt der Onkel, daß ich mich etabliren ſoll?“— „Etablire dich, wo Du willſt; nur nicht in meinen
Zimmern und im Speiſeſaal, wo ſie gerade im beſten
Aufdecken ſind. Ich gebe heute den Notabilitäten der Gegend ein Mittageſſen.“ 5. 8
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