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Kapitäns erzählt, einen eigenen komiſchen Anſtrich be⸗ kam. Als ſie am nächſten Sonntag nach der Kirche ging, erzählte ſie ihre Neuigkeit drei bis vier Haus⸗ jungfern; und nun flog das Gerücht wie eine Rakete in der Gegend umher: der alte Major wolle am 17. Mai einen großen Wahltag halten; und das Fräu⸗ lein, welches dabei Probe hielte, ſollte die Stammmutter des neuen Geſchlechtes in Hammarby werden.
Welch ein Kopfverbrechen und Abmühen an all' den Orten, wohin die intereſſanten Einladungskarten gekommen waren! Alle Fräulein über fünf und zwan⸗ zig laſen an der Stelle der Einladung zum Diner die weit angenehmere Einladung, den Fräuleintitel gegen den der gnädigen Frau auszutauſchen; und alle Müt⸗ ter, deren Töchter keine größere Anzahl Jahre hatten, als ſechszehn, ſiebenzehn oder achtzehn,— ein Alter, wobei es natürlich iſt, den Vorzug eines Wahltags einzuſehen,— ſparten keine Mühe, ihnen den End⸗ zweck deſſelben mit allen Haupt⸗ und Nebenumſtänden recht begreiflich zu machen. Man wußte auch heraus⸗ zubringen, daß Madame Liſa eine höchſt bedeutende Perſon und ihre Stimme vielleicht von mehr Gewicht ſei, als die des Majors ſelbſt; deshalb erhielten alle Fräulein vor und während der Reiſe beſondere Ver⸗ haltungsbefehle in Beziehung auf die Art, wie ſie ſich bei Frau Lindbom einſchmeicheln ſollten.
Am Morgen des bedeutungsvollen Tages, als Liſa gerade eifrig in der Küche beſchäftigt war, die Bedien⸗ ten den Tiſch im großen Speiſeſaale deckten, Borgſtedt die Weine mit geuͤbtem Auge prüfte und ordnete, und der Major in ſchönſter Ruhe am Fenſter lag und ſeine Pfeife rauchte, fuhr ein Wagen in den Burghof und aus demſelben hüpfte ein junger Militär.
„Mich ſoll der Henker holen, wenn das nicht Li⸗ nus, mein Herr Neffe, iſt,“ ſagte der Major mit einem gutmüthigen Lächeln.„Nun, der wird ein langes Ge⸗ ſicht machen, wenn er erfährt, was man hier vor hat.“ — Es rauſchte im Korridore, und gleich darauf ſtand


