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mal wie in früheren Tagen am Backenbart zupfte, oder ihm mit dem wiederbelebten Blick innig ins ſt Auge ſah. d
„Du haſt Recht, Onkelchen! Gottes Wunder ſind groß,“ antwortete ſie, als ſie an dem nämlichen Nach⸗ d mittag, wo der Probſt dem neuen Schloßherrn ſeine p Aufwartung machte, bei einander ſaßen und plauderten. —„Der gute Vater dort oben hat mir ein neues Leben, d eine neue Seele, und ich glaube ſogar einen neuen 84 Körper gegeben; aber ich bin auch vollkommen über⸗ 9 zeugt, daß Leiler künftig ein ruhiger, verſtändiger und ſe redlicher Mann wird. Und Du glaubſt nicht, wie viele ſi vortreffliche Eigenſchaften er beſitzt, wie reine und warme w Gefühle ſein Herz beherbergen kann, wenn ſich nur die Heftigkeit und das Feuer ſeines Charakters etwas däm⸗, pfen läßt, und die Unruhe in ſeiner Bruſt ſich legt. m Aber das ſoll meine Sorge ſein. Ich will ununter⸗ ſe brochen ſeinen Charakter ſtudiren, bis ich ihn von Grund aus kenne; und Du wirſt ſehen, Onkelchen, oder g wenigſtens davon ſprechen hören, daß Deine Alfhild fü ein ganz gutes und verſtändiges Weib geworden iſt.” ic
„Kind, Kind, und Du willſt das kuͤhne Spiel wa⸗ w gen, Du willſt mit dieſem Abenteurer von Vater und ti Heimath, von Deinem alten Onkel fortziehen in ein la fremdes Land, wo Dich Niemand verſteht?“ 4 ni
„Wo mich Niemand verſteht— ſagſt Du, Pa⸗ ba pachen! Glaubſt Du, daß Leiler, der mich ſo zärtlich ich liebt, jemals aufhören werde, mich zu verſtehen? fr Nein, nie! Ich fühle es mit feſtem Gauden in meiner Seele, daß es ihm nur an einem Weſen fehlt, das er Il von innerſtem Herzen lieben kann und das ihm eben ne
ſo liebevoll wieder zugethan iſt, um einer der beſten we Menſchen auf Erden zu werden. Niemand wird ihn ſo S verſtehen wie ich; und deßhalb kann er mich auch nicht er entbehren.“* „Aber wir, Dein Vater und ich— glaubſt Du, ga wir können Dich entbehren?“ ſagte Onken Sebaſtian vorwurfsvoll..
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