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hältniſſe in Schweden verwickelt, die einem ſo ſtolzen Manne, wie er iſt, den Aufenthalt hier nothwendig unangenehm machen müſſen. Ich bin überzeugt, er würde das Anerbieten zurückweiſen; und er iſt überdieß gegenwärtig vortheilhaft in Kopenhagen beſchäftigt.“
„Der Herr Probſt ſteht alſo in Korreſpondenz mit ihm,“ bemerkte der Major.
„Nein, nicht gerade das; aber eine Angelegenheit, die wir mit einander abzumachen hatten, veranlaßte ein paar Briefe, und der letzte meldet, daß er ſich in voller Thätigkeit befindet.“
„Wir müſſen alſo ſo bald als möglich auf einen andern denken,“ meinte der Major und der Gegenſtand wurde hier abgebrochen.
Aber während die Herren auf dem Schloſſe über Politik ſprechen, und ſich Liſa's Bewirthung wohl ſchmecken laſſen, wollen wir einen Beſuch im Probſthofe machen.
Alfhild, die wir zuletzt bleich, leidend und halb in den Armen des Todes geſehen haben, hatte jetzt wieder einen Schimmer von Kraft und Geſundheit erlangt. Dieſes Leben, das in demſelben Augenblicke wieder auf⸗ flackerte, wo es beinahe für immer erlöſchen zu wollen ſchien, konnte für ſein neues Daſein nur Eine lebendige Urſache anführen, nämlich Leilers Freiſprechung. Der Tag, welcher ſein Schickſal durch das beſtimmte Aner⸗ kennen ſeiner Unſchuld an dem entſetzlichen Verbrechen entſchied, bewirkte auch eine Kriſis in Alfhilds Leben⸗ Von dieſer Stunde an verſchwand die ſchmerzliche Hitze auf ihrer Bruſt, ſie fühlte die ſcharfen Stiche weniger herb, die Schneefarbe auf ihren Wangen verwandelte ſich in einen leichten Schimmer von feinem Roſentoth und um die Lippen, die ſich beinahe zwei Jahre lang nicht zu einem Lächeln geöffnet hatten, ſpielte wieder ein leichtes Kräuſeln— es war der flüchtige Sonnen⸗ ſtrahl eines jungen Frühlingstages.
„Gottes Wunder!“ ſprach Onkel Sebaſtian oft mit gefalteten Händen, wenn ihn Alfhild wieder ein⸗
Die Kircheinweihung von Hammarby. II. 14


