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Zeit trennt. Kurz, er verſtand es, die feinſten Gefühle
Liebe ſchwoll, von Sehnſucht brannte. Ich wollte die
„Und doch, Leiler, wie ſahen Sie mich an, als Sie den Pfarrhof verließen?“ ſprach Alfhild leiſe und ohne aufzublicken.
„Ach ſprich nicht davon! Dein Vater, Alfhild, o er iſt ein entſetzlich kalter Menſch, er hatte mich auf⸗ gereizt. Er ſpielte ſogar darauf an, daß Deine Ge⸗ fühle für mich erkaltet ſeien, ſeit Du Kenntniß von dem Bande erhalten habeſt, das uns auf eine gewiſſe
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meiner Seele ſo geſchickt auf die Folterbank zu ſpannen, daß ich gereizt und mehr als kalt ihn verließ; und ſeitdem hat mir mein Stolz verboten, zurückzukehren.“ „Ach, ich dachte mir wohl, daß es mein Vater geweſen ſei; mir konnten Sie nicht zürnen, Leiler.“ „Dir zürnen, Geliebte, nein, das konnte ich nie! Aber lege dieſes kalte Sie ab, das ſo eiſig zwiſchen unſere Herzen haucht. Zürnen? Nie! Aber gekränkt, tief und bitter gekränkt— und verletzt von Deiner Unentſchloſſenheit, Deinem Mangel an Liebe, das konnt' ich allerdings werden; und ich will nicht läug⸗ nen, daß es eher dieſes Gefühl als das Benehmen des Probſtes war, was mein langes Ausbleiben veranlaßte. Bedenke ſelbſt, Alfhild, Du hatteſt heilig gelobt, Dich ſtets bei meinen Worten zu beruhigen? Ich hielt Deine Liebe für ſo ſtark, daß ſie wie die meinige jedem Hin⸗ derniß trotzen könnte, und das nicht durch Kraft und That, denn dieſe kommen nur dem Manne zu, ſondern durch Geduld und Treue, jene Edelſteine in der Braut⸗ krone des Weibes. Da kam ich, auf dieſe Schätze vertrauend, und mit einem Herzen, das von warmer
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ganze Welt in meine Arme ſchließen, im Vertrauen, daß ich Deine Welt ſei; und da— o weh! da hat der Dämon des Argwohns ſich während meiner Ab⸗ weſenheit in mein Paradies geſchlichen, die ſchönſten Blumen verpeſtet und ſeinen vergifteten Saamen † die friſche Erde geworfen. Meine Liebe war A nicht mehr Alles; es gab ein Wort, das ſie bald d
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