Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1844)
Entstehung
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zu thun; aber jetzt— Oernroos ſchien Alles wohl über⸗ legt und begründet zu haben, ſchlimmer als es ſei, könne es nicht werden, meinte er..

„Höre, Kind,“ und jetzt zog er wieder das roth⸗ ſeidene Sacktuch hinweg,„ich meine, wir könnten recht gut zum Kirchbau hinabgehen; es würde recht unter⸗ haltend ſein, zu ſehen, wie es damit ſteht; ich bin ſchon lange nicht mehr drunten geweſen.“

„Zum Kirchbau, Onkelchen! Was denkſt Du?“— Alfhild fuhr auf, ein Strahl der Freude blitzte in ihren Augen, aber er verſchwand ſogleich wieder. Sie lächelte krüb und wehmüthig;„das geht nicht an,“ meinte ſie.

„Geht nicht an, wenn wir ſehen wollen, wie unſere neue Kirche emporſteigt? Ja, wohl thut es das. Und überdieß iſt es ja nicht ſo gewiß, ob er drunten iſt, und wenn auch, was iſt es dann, Du wirſt ihn wohl noch hie und da ſehen; und ich meine, Du würdeſt Deinen Schmerz beſſer tragen, wenn Du wüßteſt, was ihn da⸗ mals unfreundlich gemacht hat. Der Menſch hat ein ſonderbares Gemüth; ein gutes Wort von Dir würde vielleicht die Stürme ſeines Innern beruhigen.“

„Ach ja, das hat er oft geſagt! Onkelchen— und wenn es nur nicht unrecht wäre, wenn ich wüßte, daß es nicht ſchlimmer würde... Ach, ich könnte es nicht aushalten, wenn er mir einen ſolchen Blick zuſchickte, wie damals— wo er fortging.“.

„O das thut er gewiß nicht! Er war damals auf⸗ gebracht; und wie Du weißt, ſind die Augen eines Mannes in einem ſolchen Falle keine Liebesboten.“

„Das iſt wahr, Onkel; aber warum iſt er nicht wiedergekommen?“ 1

„Wiedergekommen, ſagſt Du! Wie konnte er denn das, da Dein Vater ihm erklärte, daß er erſt am Schluſſe des Prozeſſes ſich wieder erkundigen dürfe. Es gab ja nichts, weßhalb er hieher hätte kommen können, das begreifſt Du doch?““

„Nun aber, Papa Sebaſtian, dann wäre es auch