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Wort gewechſelt hatten, deſſen Erinnerung den gegen⸗ wärtigen Augenblick erſchweren konnte.
„Ich würde mich glücklich ſchätzen,“ ſprach der Architekt, indem er ungezwungen den Platz neben Thelma einnahm, welchen Albano eben verlaſſen hatte: „wenn ich mich des koſtbaren Vertrauens würdig machen könnte, mit dem der Graf mich zu beehren beliebt, — er mir erlaubt, ſeiner Braut Geſellſchaft zu eiſten.“
Die Worte„ſeiner Braut,“ die mit elnigem Nach⸗ druck ausgeſprochen wurden, klangen in Thelma's Oh⸗ ren höchſt widrig, da ſie von Leiler's Lippen kamen; und ziemlich feſt, obwohl mit leiſer Stimme erwiederte ſie:„Graf Albano's Braut macht ſo geringe Anſprüche, daß ſie leicht zu erfüllen ſind.“
„Wenn Fräulein von Rawenſtein die geringſten
Anſprüche an den gehorſamſten ihrer Diener machte, ſo würde ihm dieß das höchſte Glück gewähren,“ fuhr der Architekt mit kühner Freiheit fort, indem er Thel⸗ ma's Worte gegen ſie ſelbſt gebrauchte.
„Ich ſprach nur im Allgemeinen,“ ſagte ſie mit entwaffnend enſt, aber hochrothen Wangen.
„Iſt es möglich, daß ich ſo unglücklich ſein könnte, Sie zu beleidigen?“— Leiler ſchlug mit geübter Hand eine andere Saite an,—„in dieſem Falle wäre ich untröſtlich, von Ihnen mißverſtanden worden zu ſein; denn konnte es ein Verbrechen ſein, zu wünſchen, daß Sie einen, wenn auch noch ſo geringen Anſpruch an
einen Menſchen machten, der um jeden Preis die Macht
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beſitzen möchte, Ihnen, wenn auch nur auf einigen flüchtige Augenblicke, ein Vergnügen ſchenken zu kön⸗
nen?“
Es war Thelma's böſes Geſchick, das ſie eben jetzt
aufblicken ließ; ſie ſah die gefährlichen Augen mit einem innig bittenden Ausdruck, aber mit einem Ausdruck der höchſten Empfindung, auf ihr ruhen. In den ſchmei⸗ chelnden Tönen ſeiner Stimme lag überdieß eine Macht,
von der ſich ihre Seele vergebens loszumachen ſtrebte.


