Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1844)
Entstehung
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mel ihres Kleides über die Perlen auf dem Tiſche her⸗ gerieth und ſie alle auf den Teppich hinabkehrte, ſo ſchön ſie auch von Graf Albano's eigenen Händen geordnet waren.Aber, liebes Thelmchen, wie führſt Du Dich auf? ſprach die Baronin mit einem ſtrafenden Blick. Ach, lieber Albano, verzeih' mir! ſprach das arme

verwirrte Mädchen, und beugte ſich hinab, um den gro⸗

ßen Fiſchfang zu beginnen. Albano ſchwieg; aber ir⸗ gend eine Bewegung zog ſeine Lippen auf und nieder, und dieß hinderte ihn wahrſcheinlich daran, ſeine Braut zu verſichern, daß die Sache von zu geringer Bedeutung ſei, um einer Entſchuldigung zu bedürfen.

Indeſſen lag nun der junge Graf knieend auf dem Teppich neben dem gewandten Architekten, der zu ſolchen Verrichtungen ganz gemacht ſchien; und während ſeines langſamen Suchens merkte Albano, wie Leiler jedesmal, wenn er ſeinen Fang in die von Thelma hingehaltene Schachtel legte, abbittende blitzſchnelle Blicke hinauf⸗ ſchickte, die gerade und kühn unter ihren geſenkten Au⸗

endeckeln hineinſchoſſen. Dieß letzte war jedoch nur eine Vermuthung, die Albano auf den Umſtand gründete, daß ihre Wimpern jedesmal von einem leichten Zittern heim eſucht wurden, ohne daß ſie ſich öffneten.

Endlich war die Perlfiſcherei zu Ende, und man

ſaß wieder ſtumm und ſteif auf den Tabouretten. Der

Thee kam herein, und während Thelma denſelben ſer⸗

virte, bekam ſie Zeit, ſich zu erholen. Beſitzt Herr Leiler auch eine Fertigkeit hierin?

fragte der Graf und zeigte auf den Spieltiſch, der von einem Bedienten geordnet wurde.Wir unterhalten uns

an den Abenden damit, einander bôte zu machen; und wenn der Herr Luſt hat, dabei zu ſein, ſo machen wir eine Parthie Boſton.

Mit einer artigen Werbeugung erklärte der Archi⸗ tekt, daß er nur eine geringe Kenntniß von dem Karten⸗

ſpiel beſitze, daß er ſich jedoch mit Vergnügen bemühen