Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1844)
Entstehung
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¼ Die Gräfin ſate nichts; aber ſie fühlte, um mit g einer berühmten Schriftſtellerin zu ſprechen, in der Luft, 3 daß die veränderte Stimmung ihres Sohnes von gedan⸗ kenloſer Ruhe zu gereiztem Zorn mit der Ankunft des Architekten in Verbindung ſtand; und dieß war nicht das erſtemal, daß die Gräfin den großen Widerwillen bemerkt hatte, den Albano gegen Leilern hegte. Was die Urſache davon ſein konnte, wußte ſie nicht; aber wo derſelbe auch ſeinen Urſprung haben mochte, ſo hoffte ſie ihm auf die Spur zu kommen. Nach einigen Minuten ging es im Vorſaale und der Graf beliebte ſelbſtadie Thüre zu öffnen, um Herrn Leiler willkommen zu en.

Der Architekt vollendete die große Begrüßun 8⸗Ce⸗ remonie, aus tiefen Bücklingen zur Rechten und einkend beſtehend, mit all' der anmuthigen Gewandtheit, die inn ſo einnehmend machte. Nicht das geringſte Zeichen der eben empfundenen heftigen Gemüthserſchütterung erſchien in ſeinen männlich feſten Zügen. Sein Reiſeanzug von blauem Tuch mit zierlich uͤber der Bruſt gekreuzten Schnüren gab ihm ein huſarenähnliches Ausſehen, das beſonders der Baronin gefſiel, die ſtets mit beſonderer Huld dieſer Gattung von Söhnen des Kriegsgottes ge⸗ wogen geweſen war.

Dann machte unſer Held eine gehorſame Entſchul⸗ digung, daß er die unverzeihliche Kühnheit begangen. habe, ſo wie er ſei, hereinzutreten; aber er lächelte. und zuckte die Achſeln. 4

Aber der Herr wußte nicht, wo er ſeine Toilette machen ſollte, fiel der Graf ein, der ihm gerne aus der Klemme half, in welcher er ihn vermuthete.Es war die Schuld des alten Borgſtedt's, der es außer Acht ließ, Herrn Leiler ſeine Zimmer im nördlichen Flügel zu zeigen. Indeſſen iſt der Herr, wie mir ſcheint, ganz recht, ſo wie er iſt. Kommen Sie und ſetzen Sie ſich, damit wir etwas ſprechen können! War der Herr ſchon im Probſthofe? 3 Ja, ich hatte die Ehre, dem Probſt Frenkmann i im Vorbeigehen für ſeine freundliche Gaſtfreiheit zu danken; v

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