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Ich habe kein Recht, mich in Ihre verwandtſchaftlichen Verhältniſſe einzudringen, aber ich fange an zu ahnen, daß ein ſolches zwiſchen Ihnen und der Perſon, von der wir eben geſprochen haben, Statt fand. Ich bin ein friedliebender Mann, Herr Architekt, und haſſe alle ſtür⸗ miſchen Auftritte. Ich bitte Sie deßhalb von Herzen, Alles was wir geſprochen haben, unter uns zu laſſen; denn mein alter Verwandter und Freund, der Kapitän Oernroos, lebte in jener unſeligen Zeit und ſein Geiſt iſt noch ſo von Aberglauben und Phantaſiebildern in der⸗ ſelben Art, wie Sie eben ſelbſt welche anführten, erfüllt, daß ich, der ich nichts mit der Sache zu ſchaffen habe, ſondern den hingegangenen Schatten Frieden in den Grä⸗ bern und Frieden dort oben wünſche, von ihm mit den alten Hiſtorien zu Tode gequält würde, wenn er entdeckte, daß ein Nachkömmling von Jeames Leganger und zwar unter ſehr zweideutigen und dunklen Verhältniſſen im Probſt⸗ hofe geweſen wäre. Ich, der im eigentlichen Sinne Et⸗ was mehr in der Welt gelebt habe, als unſer ehrlicher Sebaſtian, ich weiß wohl, daß das Würfelſpiel des Lebens ſehr ſonderbar fallen kann, ohne deßhalb im Geringſten mit der Geiſterwelt in Verbindung zu ſtehen; und um Sie von meinem vollkommenen Vertrauen zu überzeugen, ſpreche ich jetzt den Wunſch aus, wir möchten, natürlich unter dem Siegel des tiefſten Schweigens, daruüber eins werden, daß Sie, wenn Sie den Scheidebrief in der Taſche haben, zu mir kommen und hören, wie die Sachen ſtehen. Iſt das Mädchen treu und denken Sie noch wie jetzt, ſo mag es denn in Gottes Namen geſchehen. Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, das höchſte Gut, was ich verpfänden kann, daß Sie, unter was für Verhältniſſen es auch ſein mag, Alfhild zum Weibe haben ſollen, im Fall ſie ſelbſtewill und Sie von Ihrer jetzigen Gattin frei ſind. Das kommt ziemlich ſpät,“ erwiederte Leiler mit einem ſonderbaren Verziehen der Unterlippe;„ich nehme es indeſſen an und gebe Ihnen dafür mein Verſprechen, Erfuͤllung des Ihrigen fördern zu wollen, ſobald die


