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ſieden. Er gehörte zu den Naturen, die das Eiſen zer⸗ reißen wollen, um ihre Wünſche zu erreichen. Ob es ging oder brach, er mußte vorwärts, ſonſt war ſein gan⸗ zes Weſen vernichtet.— Es brauste, kochte und ſtürmte in ſeiner Bruſt. Sollte er all' dieſe Qualen erlitten, all' dieſe Kämpfe ausgeſtanden haben, um drei lange Jahre in Ungewißheit über den Ausgang ſeines Stre⸗ bens zu leben? Was ſollte ihn aufrecht halten, wenn Mariens Bild in ihrem geduldigen Schmerz, das Bild des ſterbenden Kindes in den Armen der Mutter ihm entge⸗ gen träte, und ihm geböte, wieder dahin zurückzukehren, wohin ihn Liebe und Pflicht rief? Kein Troſt, keine Offenbarung aus der Zukunft würde ihm reizend und herrlich zur Seite ſtehen und die finſtern Dämonen ver⸗ jagen. Nein, allein, wie er geweſen, ſollte er wieder bleiben, ohne eine andere Geſellſchaft als den Zweifel, die Rachgier und die Erinnerung an das Opfer, das ferne von ihm litt! War es wohl möglich, alles das auszu⸗ halten? Kann ein Schmerz mit der Qual der Ungewiß⸗ heit verglichen werden? Er ſollte nicht wiſſen, ob ihn eine Belohnung erwartete, wenn das Ziel nun erreicht war:— In dem krampfhaften Spiel ſeiner Geſichts⸗ muskeln ſprachen ſich alle dieſe wechſelnden Gemüths⸗ bewegungen aus, ſo ſehr er ſie auch bekämpfte. Nie hatte der Probſt ihn oder einen andern Menſchen in einem ſolchen Zuſtande geſehen, und er erſchrak über dieſen ſtillen, aber doch ſo deutlichen Aufruhr des Gemüths.— „Das ruhige und glatte Aeußere dieſes Mannes,“ dachte er,„birgt Leidenſchaften, die keine Frauenliebe hemmen oder beſänftigen kann. Er will ſich jetzt von einem Weibe trennen, der man die höchſten Lobſprüche gibt; es könnte eine Zeit kommen, wo dieß auch bei Alfhild der Fall wäre. Nein, ich ziehe mich aus dem Handel. Aus der Sache wird nichts.“— Das Stillſchweigen dauerte ziemlich lange. Leiler erwachte endlich aus ſei⸗ nen Träumen. Er erwachte zu der Gegenwart. Die zweideutige oder vielmehr durchaus nicht zweideutige Weigerung des, Probſtes ſtand in ihrer ganzen nackten
wär um Sto Ade Gei


