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erſchüttert und erſchöpft, daß ſie das Zimmer kaum zu durchſchreiten vermochte. Aber als ſich Leiler nahte, um i6r den Arm zu bieten, machte der Probſt eine haſtige
endung, nahm ſeine Tochter bei der Hand und oͤffnete ſelbſt die Thüre zum Saale, ſo wie zum Zimmer der⸗ ſelben.— Die zitternde Alfhild blieb allein, und der Wirth kehrte zu dem unruhigen Gaſte zurück, um die Unterredung fortzuſetzen.
„Nun, der Herr Architekt wird bei ſeiner Rückkunft verſchiedene Veränderungen finden. Gewiſſe Gründe, die keine nähere Erörterung erlauben, haben mich genöthigt, auf das Vergnügen Ihres Aufenthalts im Probſthofe zu verzichten, und es iſt der Wille des Grafen, daß fuͤr rünfti das Schloß der Wohnort des Herrn Leilers ſein olle.“
„So! das iſt mir nichts weniger als angenehm! Das Schloß liegt ſehr weit von der Kirche entfernt, dieß wird mir nicht ſehr bequem ſein.“
„Mit der Bequemlichkeit hat es keine Noth,“ ver⸗ ſetzte der Probſt;„der Graf hat gute Klepper, und Herr Leiler wird ohne Zweifel Gelegenheit bekommen, ſich in der Reitkunſt zu üben, wenn er nicht einen größeren Ge⸗ ſchmack daran findet, ſein eigenes Gefährt zu benützen.“
„Das wird, das kann mir dennoch nie die Annehm⸗ lichkeit verſchaffen, die ich im Probſthofe genoſſen habe,“ ſprach Leiler, von der ruhigen, obwohl kalten Höflichkeit des Probſtes etwas aufgemuntert.
„Nein, das iſt wahr! Sie verſahen hier mehrere Geſchäfte auf einmal,“ entgegnete Frenkmann mit un⸗ verholener Bitterkeit. Er meinte, Leiler müſſe wohl ſehr auf ſeine Artigkeit rechnen, da er ihm nicht einmal zu⸗ traute, daß er durch eine ſo klare Hindeutung auf das Vorgefallene gereizt würde.
Es war Leilern unangenehm, daß er den Probſt beleidigt hatte, und er wollte verſuchen, wie weit es ihm gelingen würde, wenn er eine offene Schilderung von ſeiner gegenwärtigen Lage machte. Mit einer wohl be⸗ rechneten Klugheit begann er:„Die Gerechtigkeit dieſes


