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unter allen wünſchte, zumal jetzt, wo ich an Geiſt und Sinn als ein neuer Menſch hieher zurückkehre. Was für ein unſeliger Zufall führt mich gerade zu dem Mittelpunkt meiner fruͤheren finſteren Träume? Sonderbar, unerklär⸗ lich!“— Er ſchien mit ſich ſelbſt zu ſprechen, und der nach Innen gerichtete Blick durchflog die Zeit, wo er abweſend geweſen und die Veränderung, die indeſſen mit ihm vorgegangen war. Die feſte, treue und ſtarke Liebe 8 Alfhild war es, welche alle Gefühle der Rache und Bitterkeit aus ſeiner Seele verjagt hatte. Deßhalb hatte er gezögert; er wollte ſeiner ſelbſt vollkommen ſicher ſein; und da er jetzt mit dem feſten Entſchluſſe wiederkehrte, ſeine eingegangene Verbindlichkeit zu erfüllen, jetzt, wo nur die Hoffnung auf ein künftiges häusliches und glück⸗ ſeliges Leben an Alfhilds Herz ihn wie ein funkelnder Stern leitete,— da war der Zweifel der Geliebten das Erſte, was ihm begegnete, das Zweite eine Mahnung jener einmal verſchwunden geweſenen finſtern Mächte, er ſoll die Gelegenheit zur Genugthuung nicht unbenützt laſſen. Aber noch verwarf Leiler mit Abſcheu jeden Ge⸗ danken an den Bruch des Gelübdes, welches er bei ſeiner Liebe beſchworen hatte. Einem Kleinod, das ihm zu heilig war, um es durch Haß und Rache zu ſchänden. „Was erwartet Sie denn ſo Gefährliches auf dem Schloſſe?“ fiel Alfhild ein. „Gefährliches,“ wiederholte er,„nichts Gefchrliches. er— aber— o Du begreifſt die Gefühle nicht, die hier wüthen!“— Er legte die Hand auf ſeine Bruſt. —„Hier, meine Alfhild, hat es einſt gerauſcht wie wol⸗ kenhohe Wogen bei hadtem Sturm, noch bewegt ſich die See; aber das iſt nicht mehr gefährlich. Nein, bei Gott nicht, mein Leben, mein Alles!“— Er beugte ſich herab; ſeine Lippen berührten ihre Stirne. Alfhild ſchwieg. „Und Dein Vater, ſagſt Du, zürnt mir? Dazu bat er jedoch gar keinen Grund. Ich war nicht ver⸗ unden, ihn von meinen Privatverhältniſſen zu unterrich⸗ ten; und ſchon längſt deutete ich deutlich genug an, daß es Hinderniſſe gegen die Erfüllung unſeres gemeinſchaftlichen
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