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und die andere verworrene Vorſtellung dieſem Dunkel
Farbe zu geben ſtrebte, ſo waren doch ſolche Verſuche nur flackernde Irrlichter geweſen, die dem Hauptgegen⸗ ſtande weder Licht noch Schatten gaben. Aber jetzt ſchleu⸗ derte dieſer einzige Name einen hellleuchtenden Blitz durch die finſtere Nacht in Graf Albano's Seele, und mit dem
wiederkehrenden Licht zogen auch alle Dämonen der Ei⸗ ferſucht und des Haſſes wieder als Gäſte dort ein. Sie
hungerten und dürſteten nach dem langen Faſten.
„Mein Gott! Albano, wohin ſiehſt Du? Was lie⸗ ſeſt Du? Du wirſt ſo bleich, daß Du mich wirklich er⸗ ſchreckſt.“— Thelma faßte ihn beim Arme und rüttelte ihn leicht. Er ſah aus wie ein Schlafwandler.
„Von dem, was ich jetzt ſehe und leſe, weiß ich nicht viel,“ erwiederte er langſam,„aber dieſer Name da erinnert mich an einen Menſchen, der ſeltſame Ge⸗ danken in meiner Seele erweckt hat, Gedanken, die mei⸗ nen Kopf ſchwindeln, mein Gehirn brennen machten, bis das Feuer herausſchlug; Du erinnerſt Dich wohl, Thel⸗ ma! Sie ſagten ja, daß ich wahnſinnig geweſen ſei, oder nicht?“
„Lieber Albano, ſprich nicht mehr davon.“— Thelma wurde von einem grauſen Schauder erfaßt. Sie erinnerte ſich nur allzuwohl des Beſuches, den ſie gleich nach der fürchterlichen Erſchütterung bei ihm machte.
„Nun, wohl, Thelma, ich werde nicht davon ſpre⸗ chen; ich werde Dir dafür eine andere Frage ſtellen, die ich beinahe ganz vergeſſen hätte. Haſt Du an jenem Abend vor meiner Erkrankung— Du weißt, ich begeg⸗ nete Dir, als Du von der Grotte zurückkehrteſt— haſt Du damals Leilern geſehen?“
Albano's Augen hingen durchbohrend an ſeiner Braut.
Er ſchien in die Tiefe ihrer Seele hinab forſchen zu
wollen. Thelma wurde anfangs blutroth und dann weiß wie
die Chemiſette, die ſich um ihren Hals ſchloß. Kaum
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