Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1844)
Entstehung
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unbegründete Einwendung für leeres Geſchwätz hielt, be⸗ ſchloß, Alles davon abhaͤngen zu laſſen, was das Ende Aprils mit ſich bringen würde. Kam der Baumeiſter nicht bis dahin, ſo würde man ſeine Maßregeln ergreifen u. ſ. w.

Denſelben Nachmittag ſpazierte Graf Albano mit ſeiner Braut in der Gemäldegallerie auf und nieder.

„Ach wie ſtattlich Dein Großvater in der ſchönen Uniform da ausſteht! Er iſt gewiß hier in ſeinen ſchön⸗ ſten Tagen gemalt,“ ſagte Thelma, indem ſie mit ſicht⸗ licher Theilnahme die lebenvollen und friſchen Züge des Mannes betrachtete, mit deſſen ungeſtaltem Enkel ſie ein ganzes Leben hinzuſchleppen verurtheilt war.

„Ja gewiß iſt ſein Ausſehen ſtattlich; aber er ſoll ein wilder ausſchweifender Mann von ungezügelten Lei⸗ denſchaften geweſen ſein, der wahre Schreck aller Müt⸗ ter, die für die Sitten und den Ruf ihrer Töchter be⸗ ſorgt waren.“

„Vielleicht willſt Du ihn genauer betrachten?“ ſetzte Albano mit einem gewiſſen verächtlichen Ver⸗ ziehen der Lippen hinzu, und hob das Porträt herab, das im Bruſtbild gemalt war. Bei der Bewegung, die er machen mußte, um es von ſeinem alten Platz herun⸗ ter zu bekommen, wendete er es zufällig ſo, daß die Rückſeite ſichtbar wurde, und auf dieſer ſtand ein Name, der ihm lange dunkel vorgeſchwebt war, ohne daß er ſich erinnern konnte, wo er ihn vorher gehört hatte, der Name:„Jeames Leganger.“„Jeames Leganger,“ las

Graf Albano mit krampfhaft zuſammengepreßten Lippen einmal über das andere, bis die Erinnerung an die Nacht in der Grotte, die Taſche und den Brief, den ge⸗ heimnißvollen Brief, der auf des Architekten Leidenſchaft zu Thelma hindeuntete, auf einmal ganz klar vor ſeiner Seele ſtand.

Die Krankheit und die darauf folgende Geiſtesver⸗ wirrung hatten die Urſache dieſes unglücklichen Zuſtandes

ganz in den Hintergrund gedrängt; und wenn auch eine

Die Kircheinweihung von Hammarby. I. 16