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„Ja Einen,“ erwiederte ſie düſter; aber, indem ſie ſich ſchnell unterbrach, fing ſie von etwas Anderem an. „Beſter Blum, es klingt ſo ſchmerzlich in meinen Ohren, wenn ſie gar zu oft jene zwei Worte gebrauchen, die jetzt nicht mehr mit einander verbunden werden können: Madame Leiler! Thun Sie mir die Freundſchaft, und nennen Sie mich nur Marie, wie Sie es bisweilen zu thun pflegen.“
„Wie Sie wollen, Madame Leil... beſte Marie! Es wird mich doppelt glücklich machen, Sie ſo anreden zu dürfen, es iſt gleich ein Ceremoniell weniger.“
Sie gingen nach Hauſe— und wenn Marie Blum bisher für kalt gehalten hatte, ſo dachte ſie anders, als ſte bei ſeiner Abreiſe den ſchmerzlichen Ausdruck in al⸗ len ſeinen Zügen erblickte. Sie kamen mit einander über⸗ ein, daß er ſie um Johanni wieder beſuchen ſollte.
Anfangs ſchritten die Tage ſehr langſam für Marie dahin, und jetzt erſt ſah ſie recht klar ein, was ſie an Blum hatte; aber bald verbreitete ſich der ſtille Frieden
ihrer neuen Heimath auch über ſie. Immer mehr lernte ſie ihre Wirthin, die freundliche Eliſe, lieben, und auch
der Prediger gewann ihre Neigung durch die Liebe zu ſeiner Frau. Marie theilte ihre Beſchäftigungen und Erholungen, und ſehnte ſich nicht aus einer Einſamkeit, die manche Andere in derſelben Lage gewiß als eine Art Gefängniß oder vielleicht auch als ein ungeheueres Grab angeſehen hätte. Marie dachte ſo: Ein Weib, das ſich
ben; und ihr tief verletztes Herz befand ſich bei dieſem ſtillen, einförmigen Leben auch am beſten.


