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ſtehen blieben, die während der ſonnenreichſten Stunden des Tags mit großen Fiſchköpfen von Dorſigen und Laug⸗ fiſchen zum Trocknen bedeckt waren, blickten ſie einander an und dachten, daß der Menſch doch mit ſehr wenig zufrieden ſein kann, wenn nur die Gewohnheit an Pracht und die mannigfacheren Bedürfniſſe einer feine⸗ ren Lebensweiſe ſeinen Geſchmack noch nicht verwöhnt, und die einfachen Forderungen der Natur umgeſchaf⸗ fen hat.
„Wie benützen ſie die Fiſche?“ fragte Marie.„Sie verkaufen ſie an weiter wegwohnende Handelsleute; denn ohne dieſe einzige Waare, womit ſie Handel treiben, würden ſie ſich unmöglich die unumgänglichſten Bedürf⸗ niſſe des Lebens verſchaffen können.“
Marie ſeufzte und drückte Blums Hand.—„Laſ⸗ ſen Sie uns hineingehen.“— Sie thaten ſo, und ſie
empfand ein hohes Intereſſe dabei, dieſe rohen Natur⸗ menſchen in ihren Vorkehrungen für den langen, ſchwe⸗ ren Winter zu betrachten. Die Männer kochten Thran und ſetzten ihre Fiſchgeräthſchaften in Stand, wenn das Wetter zu ſchlecht war, um ihnen zwiſchen den aufge⸗ hauenen Eisſtücken einen Fang zu geſtatten. Die Weiber ſpannen und zwirnten Garn zu neuen Fiſchnetzen; die Kinder waren auf den Heerd gekrochen und ſteckten Kar⸗ toffeln in die heiße Aſche.
Als ſie von ihrer Wanderung zurückkehrten, ſagte Marie leiſe:„Auch auf dieſe Art, Blum, wäre ich glück⸗ lich geweſen, wenn nur er mich geliebt hätte.“
Ein herber Stich fuhr durch Blums Herz. Sie hatte ſeit mehreren Tagen nicht mehr von Leilern ge⸗ ſprochen, und ſich anſtrengend, um einen vollkommen ruhigen Ton zu Stande zu bringen, erwiederte er: „Nein, liebe Marie, das glaube ich nicht! Es braucht mehr als den Willen der Liebe; es erfordert Gewohn⸗ heit von Kindesbeinen an, um ſich in eine ſolche Lebens⸗ weiſe zu finden, es iſt nöthig, daß wir durchaus keine


