Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1844)
Entstehung
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ſtille, und der alte Oernroos beſaß ein zu großes Zart⸗ gefühl, um ſie zu einer Erkenntniß zwingen zu wollen, das ihre Empfindung ihr auszuſprechen verbot.

Lange, trübe Tage und Nächte folgten hierauf. Alfhild ſtand bald wieder auf; aber das Leben, das friſche, jugendliche Leben erbleichte zu einem matten Schat⸗ ten des verſchwundenen Einſt.

Der alte Sebaſtian ſprach nicht mehr von ſeiner

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Waſſerkur. Vergebens ſann er auf ein Gegengift für das Uebel. Er fand keines, und es blieb ihm nichts übrig, als mit Worten und Thaten den ſtillen, in der

Seele begrabenen Schmerz ſeines Lieblings zu theilen. Methode fort, die er für die

Der Probſt fuhr in der paſſendſte hielt, und ſah daher nichts, als die bleichen abgefallenen Wangen ſeiner Tochter, weßhalb er einen Arzt berief, der zur Befriedigung des Probſtes erklärte, daß Mamſell Frenkmann ſich eine heftige Erkältung zu⸗ gezogen habe. Alfhild huſtete auch recht hart, und der Doktor hatte alſo gewiſſermaßen recht. Aber dieß waren nur die äußeren Wirkungen der Krankheit; ihre Quelle blieb unbekannt.

Still und einſam verfloß die Zeit. Im Probſthofe von Hammarby wurde es ſo ſonnenleer, als ob der Winter nie ein Ende nehmen wollte; aber mit jedem Sandkorn, das in das Stundenglas der Zeit hinabrollte, nahte ſich der gefürchtete Augenblick, wo Leiler zyrück⸗ kehren ſollte. Der Probſt Frenkmann hatte ſich, ohne dem Grafen einen Grund dafür anzugeben, von dem angenommenen Gaſte losgeſagt; und da ſich keine an⸗ dere paſſende Wohnſtelle in der Nähe fand, hatte der Graf beſchloſſen, daß Leiler während der üfrigen Zeit des Kirchbaues auf dem Schloſſe wohyen 8— Doch wir verſetzen die Handlung wieder nich Norwegen, um

uns von dem Gange der dortigen Segebenheiten zu un⸗

terrichten.

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