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zu dem Lieblingsver nügen d der Gräfin beehrt zu werden.
Dießmal hatte das Spiel ſchon mehrere Stunden ge⸗ dauert; und Beide hatten ſowohl den Architekten, der noch nicht vorgeſtellt worden war, als auch den Grafen, das Mittageſſen und Alles außer den Schachfiguren ver⸗ geſſen.
Der Eintritt der Baronin von Rawenſtein und Thelma's machten jedoch eine kleine Unterbrechung. Die Gräfin fand, die Zeit müſſe vorangeſchritten ſein, und Probſt Frenkmann, daß er ſeine unterthänige Pflicht, den Grafen zu begrüßen, verabſäumt habe. Mit einem ge⸗ wiſſen Gefühl der r Entſagung ſtand man auf, ſchob die Wendtgung des Spieles auf das Glück des Nachmittags auf, als in demſelben Augenblick der Graf von dem Ar⸗ chitekten begleitet, zu den Damen trat und vor der Gräfin ſtehen blieb.
Aber der Ausdruck in dem Geſichte d der hohen Dame läßt ſich nicht leicht beſchreiben, als der junge zierlich gekleidete Herr, der ſich mit einer Gewandtheit und einem Stolze benahm, der einem Edelmanne wohl angeſtanden wäre, ſchlecht und recht als„Herr Leiler, der aeinvegiſche Architekt,“ vorgeſtellt wurde der die neue Kirche bauen ſol lte.
Die Gräfin war höͤch lich verwirrt. Dem anziehen⸗ den gebildeten Ausländer— dazu ſtempelte ihn ja ſein ganzes Aeußeres— hätte ſie gerne alle mögliche Auf⸗ merkſamkeit Erwieienz der Banmeiſter dagegen ſollte die ganze Würde und knapp zugemeſſene höfl liche Herablaſſung der Patronin erfahren. Aber wie ſoltte ſie dieß ſo thei⸗ len, daß eine paſſende Mittelſtraße— kam?
Die Sache war etwas kitzlig, und die natürliche Folge von dieſem Verſuche ein nicht unbedeutender Zuſatz zu der gewöhnlichen Steifheit der Gräfin. Man hätte ſie faſt für eine Bil ldſäule halten ſollen, als Leiler in kurzen, aber gewählten Ausdrücken ſein Glück und ſeine Freude darüber ausſprach, der Gräfin von H. ſeine Ehr⸗ rhietun bezeugen zu dürfen.
Der Graf, der nicht ohne einen gewiſſen Scharfſinn


