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haben und keine andern Gefühle, als die der Pflicht,
hegen dürfen. Und meine Pflicht— die erfordert ja, daß ich für die vieljährigen Wohlthaten, die man meiner Mutter und mir erwieſen hat, mein Herz, mein Leben, mein ganzes Weſen einem— einem Manne wie Albano
—
Klagen, Du armes Herz! bendig i großen, öden Grab der Dankbarkeit und der gewaltigen Nothwendigkeit beigeſetzt werden.““
Thelma wurde von ihrer Mutter aus dieſen Träu⸗ mereien geweckt, die ſie erinnerte, ſich zur Tafel anzu⸗ kleiden. Mit einem zögernden Blick auf den Fremdling, und einem flüchtigen Schauder beim Anblick von Albano’s Geſicht, das gerade jetzt mit einem widrigen Ausdruck gegen ſie gewandt war, zog ſie ſich zurück. Hätte ſie noch ein paar Sekunden verweilt, ſo würde ſie den alten Grafen geſehen haben, der eben zurückkam, und ſich gleich darauf überzeugen können, daß der Gaſt zum Eſſen ein⸗ geladen worden war; denn die Pferde wurden ſchnell ausgeſpannt und die Herren gingen hinein. 3
In dem kleinen Saale, wo ſich die gräfliche Familie gewöhnlich an Werktagen aufhielt, ſaß die Gräfin mit dem Probſte Frenkmann eine Viertelſtunde vor dem Mit⸗ tageſſen am Schachſpiele. Die Gräfin von H— zog eine Schachparthie jedem andern Vergnügen vor; und da der Probſt glücklicherweiſe eine große Geſchicklichkeit darin beſaß, ſo ſtand er in hoher Gunſt bei Ihro Gnaden, und kam nie ins Schloß, ohne mit einem herablaſſenden Winke
zu der Dießn dauert noch das I geſſen.
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