Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1844)
Entstehung
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wieder in Ordnung ſah. Und wenn etwas Unerklärliches daran iſt, ſo iſt es wohl die dunkle Ueberzeugung, die mir beſtändig vorſchwebte, daß kein Zimmer im Probſt⸗ hofe ſo gut für Sie paſſen würde, wie dieſes.“

„Sie haben mich da ſchon verſtanden und begriffen, ehe ich noch die Schwelle Ihrer friedlichen Heimath be⸗ trat,“ entgegnete Leiler, indem er mit einem Blicke, der einen zündenden Blitzſtrahl in Alfhilds frommes Herz ſchleuderte, ihre Hand faßte und ſie drückte.—„Es gibt,“ ſetzte er hinzu,„gewiſſe Ahnungen, die der Gedanke nicht zu faſſen, der Verſtand nicht zu begreifen vermag.— Glauben Sie nicht daran, Alfhild?“

Der Ton ſeiner Stimme, die Frage ſelbſt, die un⸗ erklärliche Weichheit und das Myſtiſche in ſeinem ganzen Benehmen feſſelten das junge unerfahrene Mädchen voll⸗ kommen. Leiſe, zitternd und furchtſam wie ein Kind, das durch die Süßigkeit der zugeflüſterten dunklen Sagen, worauf es mit Begierde lauſcht, zugleich erſchreckt und eingeſchläfert wird, erwiederte ſie:„Ich glaube daran. Ich fühlte ſchon geſtern Abend ſo etwas, als das Ge⸗ räuſch Ihres Wagens ſo wunderbar dort in dem Horſte tönte, bis die Glocken ſchwiegen und Sie doch erſt eine halbe Stunde ſpäter zum Vorſchein kamen.“

„Wie,“ rief Leiler mit einer Art ängſtlichem Schau⸗ der,„ein Trugbild, ein Vorbote!“

„Ja, gerade ſo! Mein Vater und ich, wir Beide hörten es. Wir gingen auch Beide hinaus; aber wie geſagt, man hörte nichts weiter, als bis das Geräuſch Phres Fuhrwerks uns zum zweiten Male an die Thüre ockte.“

„Nun, das könnte ja auch ein Andérer geweſen ſein, der vorüberfuhr. Ich weiß wirklich nicht, warum wir darauf verpicht ſein ſollten, das einfachſte, natürliche Begebniß als ein geheimnißvolles Zeichen anzuſehen,“ fuhr er fort, und verjagte mit Gewalt die phantaſtiſchen

Die Kircheinweihung von Hammarby. I. 4