Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

fortgelebt hat, erzählt, daß dieſes Zimmer vor ungefähr fünfzig Jahren Zeuge einer dunklen und unheimlichen Familiengeſchichte war, deren bloßes Gedächtniß ſo un⸗ angenehm auf den zunächſtfolgenden Pfarrer in Hammarby, den Bruder von Onkel Sebaſtian, Atentgläes, das

Zimmer verſchloſſen und bis jetzt unbenützt blieb; aber wie ich glaube, mag dieß wohl auch deßhalb geſchehen ſein, weil das Zimmer ſo abgelegen liegt, und den wider⸗ wärtigen Eingang über den Boden hat. Die andern

Gaſtzimmer wurden dazu gebaut, und das einmal ver⸗

geſſene blieb alſo leer und dem Verfalle ausgeſetzt. Was

die koſtbaren Möbel betrifft, ſo ſind ſie nach der näm⸗

lichen Sage kurz vor der entſetzlichen Begebenheit von dem gräflichen Schloſſe hieher geführt worden. Sie wa⸗ ren ein Brautgeſchenk für meine Großmutter; und ob⸗

wohl es ohne Widerrede die beſten ſind, die man im

Probſthofe findet, ſo habe ich doch nie davon reden hören, daß man ſie heruntertragen wolle.“

„Danke Ihnen für dieſ tereſſant ſind,“ ſprach Leiler, indem er mit dem Sacktucht über die Stirne fuhr, um die hohe Röthe zu verbergen, die darüber flammte.—„Ja, ſehr intereſſant. Sie er⸗ höhen den Werth des Zimmers; denn das Wunderbare iſt meine ſchwache Seite. Aber Ihre Geiſter, Fräulein Frenkmann, wo haben die ihren Weg hingenommen?“

„Ach, das war nur ein Gaukelſpiel,“ ſcherzte Alf⸗ hild lachend.„Doch behauptet das Geſinde, an den

e Aufklärungen, die ſehr in⸗

wieder daran i mir beſ hofe ſo

S

ehe ich trat, e einen z ſchleuder ſetzte er zu faſſe Glaube

De erklärli Benehn kommen das dur worauf eingeſch! Ich füh räuſch

tönte,

4

hörten

Abenden, wo ſie etwas auf der Bühne zu thun hatten, geſagt, Geräuſch darin gehört zu haben; allein die armen Men⸗ Ihres;

ſchen ſind ſo voll Aberglauben, daß es mir leid um thut. Ich ſelbſte bin manche Sommernacht bis zw und ein Uhr oben geſeſſen, habe aber nie den eringſten Laut gehört, der ſich nicht auf ganz natürliche 4

erklären laſſen. Auch habe ich ſtets eine unüberwindlich Luſt gehabt, in dieſem Zimmer zu weilen, und Sie ko

nen ſich meine Freude gar nicht vorſtellen, als ich es

lockte.“

rt hätte darauf