Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1844)
Entstehung
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ſehe, Du haſt noch nicht vergeſſen, Deine Beobachtun⸗ gen zu machen. Was aber meine Schwägerin, die Baronin, betrifft, ſo wirſt Du einſehen, daß ſchon die bloße Hoffnung auf eine ſolche Parthie einer Frau Mücken in den Kopf ſetzen kann, die eine unverhei⸗ rathete Tochter und einen leeren Titel, aber durchaus keine Mittel hat, um ſowohl die eine als den andern zu unterhalten. Es iſt meiner Treu kaine Kleinigkeit für ein blutarmes Fräulein, den Maſoratserben von Groß⸗Hammarby zu bekommen.“

„Nein, nein, das iſt es freilich nicht, Euer Gnaden; aber wenn man der Gerechtigkeit halber die Sache auch von der andern Seite betrachten wollte, ſo iſt es auch keine Kleinigkeit für ein junges, ſchönes Mädchen, in der Ausſicht auf die einſt gewiſſe Stelle einer Krankenwärterin verſorgt zu werden. Der Menſch will immer auch noch im Alter einige Lebens⸗ freude.“

„Höre, Borgſtedt, Du dehnſt die Freiheit ſehr weit aus, die ich Dir, was das Ausſprechen der Meinung betrifft, aus Achtung vor Deinem Alter und den viel⸗ jährigen treuen Dienſten in meinem Hauſe geſtatte,“ ſagte der Graf mit ſichtlichem Mißvergnügen.

„Dann bitt, ich um Verzeihung, Euer Gnaden! Ich werde den Mund nicht mehr öffnen.“— Borgſtedt ſtand auf, um zum Komptoire hinab zu humpeln.

„Warte doch, warte, und ſetze Dich, alter Starr⸗ kopf! Du haſt wohl noch mehr auf dem Herzen. Sprich, laß mich hören, ob es etwas iſt, das wie geſunder Menſchenverſtand ausſieht.

„Nein, Euer Gnaden, ich habe eben nichts weiter über die Sache zu ſagen. Ich möchte nur von ganzem Herzen wünſchen, daß es eine Gott gefällige Ehe würde; das will meiner Meinung nach ſagen, daß das Herz die Hand begleite; denn dann ertraͤgt man den böſen Tag wie den guten in Frieden und Freude. Und nach Allem, was ich über das junge Fräulein habe herausbringen fönnen, würde eine ſolche wohl zu