Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1844)
Entstehung
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erwarten ſein, wenn ſie nur nicht immer von dem kurz jungen Grafen mit ſeinem argwöhniſchen Weſen geplagt kung würde; aber das ſag' ich immer und bleibe dabei in Bild alle Ewigkeit, daß er nie ſo wäre, wenn nur die Ba⸗ ronin ihre Veranſtaltungen bleiben ließe; denn ſo viel war - hab' ich geſehen, daß er das Fräulein liebt.“ das „Ja, das glaub' ich auch, und es wäre gut, ande wenn wir einmal Hochzeit bekämen. Ich habe keine Wir Freude am Leben und an allen meinen vortrefflichen Wie Einrichtungen, bis ich einen Erben meines Namens und meiner Güter bekomme; denn Albano's Geſund⸗ heit verſpricht nicht viele Sommerblumen zu ernten. Und wenn ich genauer über das nachdenke, was Du über meine Schwägerin geäußert haſt, ſo haſt Du mei⸗ ner Seele nicht ſo ganz Unrecht. Ich werde ihr gerade darüber eine kleine Vorleſung beim Eſſen halten.“ Mit einem Lächeln, das aufrichtiges Vergnügen ausſprach, zog ſich der alte Borgſtedt nach der Thüre zurück. Gegen die Baronin von Rawenſtein hatte er ſchon lange einen Stein im Brette, da ihr hochtra⸗ bendes Weſen ihn ſo oft jene kleinen, aber deßhalb nicht minder ſpitzigen Stiche hatte fühlen laſſen, welche die Aufgeblaſenheit gegen die unbedeutenden zeſen richtet, welche in der Eigenſchaft von Haus⸗ ſeher beamten bei vornehmen Familien auf keine weitere Alfh Aufmerkſamkeit rechnen können, nicht einmal wenn ſie in d beinahe ein halbes Jahrhundert ihren Platz inne ge⸗ habt hätten. Die Baronin, ſowie ihre Schweſter, die getre

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Gräfin, hatten ihre eigenen Vorurtheile, und eine Ordr untergeordnete Perſon war und blieb nur eine Art„ leger Ding, mit dem man ſich abgab, wenn man es noth⸗ Sebe wendig brauchte. 1 Nicht ſo war es mit dem Grafen. Auch er war wiß hochmüthig und ahnenſtolz, aber ſtets auf eine Art, die glitt ihm erlaubte, das Verdienſt in etwas Anderem als dem Alter Stammbaume zu ſehen. Er ſtrebte überdieß eifrig dar⸗ und

nach, für populär, für einen Volksfreund, für herab laſſend gegen den Bürger und artig gegen Jedermam