Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1844)
Entstehung
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„Es war auch nicht viel darüber zu ſagen, Du Narr,“ meinte der Graf lachend.„Ob der Baumeiſter Schweden oder Norwegen zum Vaterlande hat, das wird wohl ganz daſſelbe ſein, wenn er nur ſeine Sache als ein tüchtiger Mann ausführt, und das iſt es ge⸗ rade, was dieſer junge Mann im Stande ſein wird.“

„Junger Mann,“ ſiel der alte Borgſtedt ſeufzend ein; ſo— er muß auch noch jung ſein!“

„Nun, was iſt es denn! Ich glaube, es wurmt Dir heute Abend etwas. Woher haſt Du denn dieſen eingewurzelten Widerwillen gegen die Norweger.“

„Ich, Euer Gnaden? Gott bewahre mich, ich habe gewiß keinen Widerwillen gegen ſie. Im Gegentheil die Norweger ſind ein gewandtes, entſchloſſenes und tüchtiges Volk, denke ich; aber ich wünſche nicht, daß einer von ihnen hieher kommt; denn ich meine, es iſt gut, wenn ein Jeder bei ſich zu Hauſe bleibt.“

Es iſt jedoch ungewiß, ob Borgſtedt nicht etwas ganz Anderes darunter verſtand, und nur nicht recht damit herauszugehen wagte.—„Wird Herr Leiler im Hauſe wohnen?“ fragte er, als der Graf ihn eben mit einem freundlichen Winke entlaſſen wollte.

„Nein, das wäre zu weit nach der Kirche, ich habe ſchon mit Probſt Frenkmann abgeredet, daß er im Pfarrhofe wohnen kann. Das macht ſich auch am bequemſten.“

„Freilich, freilich; aber Euer Gnaden, es iſt doch nicht ganz geheuer damit. Kann ſein, daß ich wieder kindiſch werde; aber das trifft ſich gar nicht gut;“ und Borgſtedt ſah aus, als ob er von einem Seher⸗ vermögen beunruhigt würde.„Es iſt nur gut,“ ſetzte er hinzu,„daß es dem jungen Grafen auf dem Pfarr⸗ hofe nicht gefällt, und ſein Charakter iſt zudem gar nicht wie der der andern jungen Herren in ſeinem Alter.“. 3

„Höre, Alter,“ ſagke der Graf ernſt,„ich fange an zu fürchten, daß es nicht recht in Deinem Kopfe ausſteht, oder macht Dich auch, wie Du ſelbſt ſagſt,