Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1844)
Entstehung
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äußerſten Winkel der Thüre Platz. Dort war er ſchon

unzählige Male vorher geſeſſen, und hatte Befehle er⸗ Nar

wartet; oder beehrten ihn auch Seine Gnaden mit einem Sch

freundlichen Geſpräche, was nicht ſo ſelten geſchah. wird „Nun, gehorſamer Diener, hat man endlich die als

Ehre,“ ſprach der Graf in einem Tone zwiſchen Aer⸗ rade

ger und Vergnügen, als er die Augen auf die Unter⸗

ſchrift eines Briefes von fremder Hand warf. Halb ein;

laut durchlief er den kurzen, alſo lautenden Inhalt:

„Hochgeborener Herr Graf! Dir Verſchiedene früher eingegangene Verbindlichkeiten,

4 die meine Ehre vorher zu endigen erforderte, haben gewi einen längeren Aufſchub veranlaßt, als ich gewünſcht die hatte, da ich dem Herrn Biſchof T. das Verſprechen ltücht! gab, zu Anfang des März mich in Hammarby einzu⸗ einer finden. Meine Geſchäfte ſind jetzt bis auf Weiteres gut,

abgeſchloſſen, und in den letzten Tagen dieſes Monats 1 werde ich die Ehre haben, mich perſönlich der Gewo⸗ ganz genheit des Herrn Grafen zu empfehlen. dam

Mit tiefſter Ehrfurcht ꝛc. Hau * Rudolph Leiler, mit Architekt.“ B., den 15. April 1791. habe m „Siehſt Du, Borgſtedt, jetzt ſcheint dein alter ne Wunſch im Sonnenaufgang zu ſtehen. In einigen Ta⸗ gen haben wir unſern norwegiſchen Baumeiſter hier, nicht laß alſo zur Rechten und Linken die Liſten ausſchrei⸗ kindi ben und die Tagwerke aufbieten; denn wenn etwas und

geſchehen ſoll, ſo weißt Du von Alters her, daß ich verm Fleiß und Eifer bei der Sache ſehen will.“

„Soll denn ein Norweger unſere neue Kirche hofe bauen?“ fragte Borgſtedt mit einem ſehr eigenen Tone, 8 nicht und dieſer Gedanke ſchien den ganzen Reſt der Anord⸗ Alter

nung des Grafen verſchlungen zu haben. Etwas zö⸗ gernd ſetzte er hinzu:„davon haben Euer Gnaden frü⸗ her nie ein Wort geäußert.“.