b 4 mich aufgeregt hat— ſo wie der Jahrestag einer wich⸗
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Laut konnte er jedoch ſeine Stimme nicht gegen den Beifall erheben, den der Graf zu erkennen gab; aber in ihm lebte und regte ſich ein Funke von Unwillen, der gewiß nicht jetzt erſt ſein Entſtehen fand.
Nach beendigtem Mittageſſen reiste der Biſchof mit dem Grafen nach dem Schloſſe ab, und allmählig ver⸗ loren ſich auch die übrigen Gäſte, ſo daß der Mond, als er am Abend zwiſchen der Kirche und dem Horſte hervorſchaute, nur die einſame Gruppe von drei Per⸗ ſonen traf, die in dem nun leeren Saale um das Ka⸗ min her ſaßen.
Alfhild hatte ihrem Vater Alles geſagt, und zu ihrem größten Erſtaunen und Schmerz die Erfahrung gemacht, daß ein tieferes Gefühl als das des Aergers ſich ſeiner zu bemächtigen ſchien. Er ſaß ſtumm mit geſenktem Kopfe da. Die eine Hand ruhte auf der Seſſellehne, und die andere ſtrich mit einer an ihm ſeltenen weichherzigen Zerſtreutheit ſeiner Tochter die Locken aus der Stirne.
Alfhild hatte ſich auf einen Schemel zu den Füßen ihres Vaters geſetzt, und ſie fühlte ſich zugleich von ſüßen und ſchmerzlichen Ahnungen gequält, da ſie jetzt zum erſten Male ſeit vielen Jahren ihren Kopf gegen das väterliche Knie zu, lehnen wagte. Es war ſo unausſprechlich wohlthuend für ihr Herz, ſeine ſchmei⸗ chelnde Hand zu fühlen. Indeſſen ging Onkel Sebaſtian ſeine Pfeife ſchmauchend in kleinen Kreiſen um den Kamin und ein brummendes„Hm, hm!“ aus ſeinen dünnen Lippen war der einzige Laut, der das Still⸗ ſchweigen unterbrach.
„Nein, es taugt nicht länger ſo,“ ſagte endlich der Probſt Frenkmann, und in ſeiner Stimme lag die Kraft eines feſten männlichen Willens, eines Willens, der
mächtig genug war, die äußeren Eindrücke zu beherrſchen;
„es taugt nicht, ſich hier ſo maaßlos ſeinen Gefühlen zu überlaſſen. Es iſt die Feierlichkeit des Tages, die


